Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Cappels Ortsbeirat bringt
 Bau ohne 
Minarett ins Spiel

Moschee-Pläne Cappels Ortsbeirat bringt
 Bau ohne 
Minarett ins Spiel

Aus dem Vorhaben von Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD), in „Ruhe und Gelassenheit“ über die Moscheepläne der Ahmadiyya-Gemeinde zu diskutieren, wurde nichts.

Voriger Artikel
Ex-Ministerpräsident spricht vor fast 650 Volksbank-Mitgliedern
Nächster Artikel
Von der RAF in den Ortsbeirat: Grundmann kandidiert

Voll besetzt war das Cappeler Bürgerhaus während der Informationsveranstaltung zum geplanten Moschee-Bau.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Zwar wurde auf der Diskussionsveranstaltung des Magistrats im vollbesetzten Bürgerhaus in Cappel überwiegend ruhig und sachlich diskutiert und informiert, dafür schlugen bei der anschließenden Sitzung des Ortsbeirats Cappel die Wogen hoch.

Anlass dafür war die Weigerung des CDU-Beiratsmitglieds Walter Jugel, über eine Stellungnahme des Ortsbeirats zur Bauvoranfrage der Ahmadiyya-
Gemeinde für eine Moschee im Gewerbegebiet Cappel zu reden. Jugel versuchte stattdessen den Beweis zu führen, dass Ortsvorsteher Heinz Wahlers (SPD) und der Magistrat einen Antrag der CDU auf eine öffentliche Ortsbeiratssitzung noch im Februar ignoriert hätten.

Die SPD versuche zu verschleiern und zu vertuschen. Die Marburger CDU sei für den Bau einer Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde in Marburg, aber nicht in Cappel, bekräftigte Jugel und begründete dies erneut mit dem nur wenige hundert Meter vom geplanten Standort entfernten Flüchtlingslager. „Die Stimmung kippt“, sagte Jugel.

Mehrheitlich beschloss der Ortsbeirat, dass baurechtlich an der Moschee im Industriegebiet nichts zu beanstanden sei. Man solle aber prüfen, ob eine neutrale Gestaltung – etwa der Verzicht auf Minarett und Kuppel – möglich sei.

Die Diskussion nicht nur über das Bauwerk, sondern auch über die Ahmadiyya-Gemeinde solle im Ortsbeirat fortgesetzt werden, sagte Wahlers.

Bericht folgt

von Till Conrad

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Streit um Moschee und Minarett
Der Bundessprecher der Ahmadiyya-Gemeinde, Dawood Majoka, präsentiert  einige der Flyer, mit denen die Gemeinde in Marburg auf ihre Grundsätze aufmerksam machen will. Foto: Tobias Hirsch

Mit einer Ausstellung im Rathaus und einer großen Plakataktion macht die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde auf ihre Lesart des Islam aufmerksam: "Frieden für alle, Hass für keinen."

mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr