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Can Sisamci: Mit viel Talent auf die große Bühne

Talentwettbewerb „The Voice Kids“ Can Sisamci: Mit viel Talent auf die große Bühne

Am Freitagabend um 20.15 Uhr ist es soweit. Dann werden nicht nur Schulkameraden an der Gesamtschule Richtsberg gebannt die Ausstrahlung der TV Castingsendung „The Voice Kids“ verfolgen, sondern auch Freunde und Familie von Can Sisamci.

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Kein ungewöhnliches Bild: Die Gitarre ist ein stetiger Begleiter von Can Sisamci.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Der Schüler aus Marburg hat es über eine Video-Bewerbung in die vierte Staffel der Talentshow geschafft. Unter etwa 70 Kindern geht es nun um den Einzug in das Finale und einen möglichen Gewinn von 15 000 Euro für eine musikalische Ausbildung.

Als prominente „Trainer“ treten in dieser Staffel die Musiker Mark Forster, Lena und Sascha in Erscheinung. Die OP hat Can Sisamci getroffen und mit dem Nachwuchskünstler über seine musikalischen Ziele und seinen derzeit aufregenden Alltag gesprochen.

14-Jähriger noch am Beginn seiner Musik-Karriere

Zahnspange, freches 
Lachen und eine beeindruckende Stimme: Can Sisamci ist gerade mal 14 Jahre alt und steht noch am Beginn seiner Musik-Karriere. Seine Sangeskünste lassen jedoch schon einiges erhoffen.

Sie schaut noch immer ein wenig ungläubig durch das Kinderzimmer in Richtung ihres Sohnes. Fast verlegen. So, als müsse sie als Mutter doch ganz genau wissen, von wem der 14-Jährige sein Talent geerbt hat. Doch Ismihan Sisamci fehlt schlichtweg die Erklärung.

„Ich weiß auch nicht. Weder mein Mann noch ich sind musikalisch so begabt“, sagt sie. Can hingegen sitzt lässig auf seinem Schreibtischstuhl und spielt auf der Gitarre, als hätte er nie etwas anderes getan. Seine Stimme, die nicht klingt, als gehöre sie zu einem Achtklässler, erfüllt den Raum. Er fühlt sich sichtlich wohl beim Singen. Mutter Ismihan schaut weiter verwundert, aber ihre Augen verraten auch, wie viel Stolz sie empfindet.

Ständig „auf Achse“ 
für das große Ziel

„Musik ist mein halbes Leben“, sagt Can. Nun führt ihn sein Weg bis in die neue Staffel der Casting-Show von „The Voice Kids“ (siehe Hintergrundkasten). Eine aufregende, aber auch anstrengende Zeit für den Schüler, der sich mitten in einem Termin-Marathon rund um die Sendung befindet.

Für die Show ging es unter anderem zu Cas­tings und Aufzeichnungen nach Frankfurt und Berlin. Mittlerweile ist er fast jedes Wochenende unterwegs. Sogar im Frühstücksfernsehen war er schon zu sehen. In Marburg bereitet der Nachwuchskünstler indes seinen Youtube-Auftritt vor. Dafür hat er Aufnahmen im Tonstudio gemacht.

Dazwischen stehen noch Gitarrenunterricht und die Proben mit seiner Band, die er vor fünf Jahren „nur so zum Spaß“ mit Freunden gegründet hat, auf dem Programm. Eine solch abwechslungsreiche und turbulente Zeit bedarf guter Planung und Organisation. Cans Eltern wechseln sich dabei ab, ihren Sprössling zu den unterschiedlichen Terminen zu begleiten.

„Wenn Musik sein Traum, sein Ziel ist, wollen wir als Eltern nicht im Weg stehen und werden ihn unterstützen, so weit es geht“, sagt Ismihan Sisamci und zeigt in diesem Zusammenhang aber auch gleich die Grenzen auf: „Schule muss sein. Seinen Abschluss muss er definitiv machen.“

Schwestern drücken die Daumen für ihren Bruder

Fans hat der 14-Jährige nicht nur in den Reihen seiner Klassenkameraden, die ihn erst auf 
die Idee brachten, sich bei „The Voice“ zu bewerben, sondern auch in der eigenen Familie. Die beiden Schwestern Evelyn (11) und Peyrüze Dunja (7) drücken ihrem großen Bruder die Daumen, dass er es bei der Ausscheidungssendung bis ins Finale schafft.

„Ich finde es toll, dass er im Fernsehen ist“, sagt Peyrüze. Und schon morgen ist es so weit. Zur besten Sendezeit am Freitagabend (20.15 Uhr, SAT 1) startet die vierte Staffel der Talent-Show „The Voice Kids“. Als prominente Jurymitglieder sind in diesem Jahr die deutschen Musiker Lena Meyer-Landrut, Mark Forster und Sascha mit von der Partie. „Die sind da alle echt nett“, sagt Can.

Und auch mit seinen „Konkurrenten“ kommt der 14-Jährige bestens zurecht. Keine schlechten Voraussetzungen, denn schließlich verbringt Can im Moment viel Zeit im „The 
Voice“-Tross.
Und wie steht es um die Aufregung des Schülers vor einem Auftritt? „Vorher zittern mir schon die Knie“, gibt er zu, „aber sobald ich die ersten Töne singe, ist das vergessen.“

Band sucht nach einem neuen Namen

Mit seinen Freunden will Can auch weiterhin Musik machen. „Wir suchen gerade nach einem neuen Namen für die Band“, sagt er; und seine Mutter erinnert sich, wie sie ihren Sohn das erste Mal mit Mikro auf einer Bühne gesehen hat. „Das war bei einem Schüler-Open-Air.

Als wir ihn da gehört haben, waren wir schon baff“, sagt Ismihan Sisamci. Schon als Kleinkind habe er immer gesungen, aber dass das Talent in ihm so groß sei, habe sie zunächst nicht einschätzen können; und sie fügt scherzhaft an: „Für uns Eltern singt er ja nicht.“

Can Sisamci ist noch längst nicht am Ende seines Weges: „Ich möchte diese Chance nutzen“, sagt er. Ganz nebenbei geht es auch noch um ein Ausbildungsstipendium in Höhe von 15 000 Euro und einen möglichen Plattenvertrag.

„The Voice Kids“

Etwa 70 Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren werden für „The Voice Kids“ vorab gecastet und für die erste Phase der sogenannten „Blind Auditions“ eingeladen. Dort müssen die Kinder vor Livepublikum einzeln vorsingen.

Die Jurymitglieder können den Kandidaten zunächst nicht sehen, da sie in einem Drehstuhl mit dem Rücken zur Bühne sitzen.

Sie können für einen Kandidaten stimmen, indem sie für ihn drücken („buzzern“). Der Kandidat kommt eine Runde weiter, wenn er mindestens eine der drei Jurystimmen erhält. Unter denjenigen Jurymitgliedern, die sich für ihn umgedreht haben, wählt der Kandidat seinen „Coach“ für die weiteren Runden.

Es folgt eine Trainingswoche, in der die Coaches ihre Kandidaten auf die nun folgenden Ausscheidungsrunden vorbereiten.

von Dennis Siepmann

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