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Bus-Takt in der Innenstadt: alle sieben Minuten

Fahrplanwechsel Bus-Takt in der Innenstadt: alle sieben Minuten

Zum Fahrplanwechsel 
am Sonntag gibt es einige ­Änderungen im Marburger Busverkehr. Unter anderem kehrt die Linie 3 auf der Route vom Hauptbahnhof in das Waldtal zurück – dafür kämpfte 
eine Bürgerinitiative.

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Dutzende Pünktlichkeits-Anzeigen sind in den vergangenen Wochen in der Stadt installiert worden, seit kurzem sind sie im Testbetrieb – aber nicht an allen Haltestellen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Das Taktraster zwischen Süd- und Hauptbahnhof bleibt gleich. Die Linien 1, 2, 4 und 7 fahren demnach stets im 30-Minuten-Takt über die Innenstadtachse. Das soll laut Stadtwerken planmäßige An- und Abfahrten der Haltestellen alle sieben bis acht Minuten durch je eine der Linien ermöglichen.

„Auf dem Weg in die Innenstadt werden diese Linien aber nicht mehr an der Konrad-Adenauer-Brücke halten“, sagt Pascal Barthel, Stadtwerke-Sprecher auf OP-Anfrage. Das Verkehrsunternehmen erhoffe sich davon „eine Beschleunigung des Weges ins Zentrum“. Grundsätzlich verankert sei ­eine Anpassung an die Verkehrsströme, insbesondere in Richtung Lahnberge bereits mit dem 2015er-Fahrplan angegangen worden. Der 2016er-Plan setze das fort.

Bürgerinitiative feiert Erfolg

Aufgrund von den im kommenden Jahr geplanten innerstädtischen Baustellen – etwa der Stabilisierung der Mauer am Pilgrimstein – werde es zu geringen Abweichungen kommen, heißt es von den Stadtwerken.

-  Die Waldtaler feiern den Erfolg einer Bürgerinitiative, die für die regelmäßige Anbindung der Sankt-Martin-Straße an die Stadt kämpfte. 2014 sammelten die Mitglieder 280 Unterschriften von Anwohnern, die im Stadtteil direkt von der nun zurückgenommenen Strecken-Beschneidung betroffen waren.

- Die Linie 9 wird als Schnellbus konzipiert und daher in beide Fahrtrichtungen beschleunigt. Grund: Die Universitäts-Bibliothek (UB) in der Wilhelm-Röpke-Straße wird nicht mehr angefahren. Stattdessen soll demnächst auf der Kurt-Schumacher-Brücke eine neue Haltestelle errichtet werden, sodass Studenten über die Treppen und den UB-Parkplatz zu den Fachbereichen kommen. „Der Schlenker zur UB kostet je nach Verkehrslage bis zu zehn Minuten“, sagte Christoph Rau von Stadtwerke Consult. Auch an der Fontanestraße wird nicht mehr gehalten. Ziel: Zentrum bis Lahnberge in 15 Minuten Fahrzeit.

- Die Linie 10 wird täglich zwischen 9 und 18 Uhr im Stundentakt vom Hauptbahnhof zum Schloss fahren.

- Die Linie 20 endet an der UB.

- Aufgrund von kurzfristigen Bahn-Änderungen werden auch frühmorgendliche Fahrzeiten der Buslinien 1, 12 und 17 angepasst, damit Pendler ihre Züge an Süd- und Hauptbahnhof erreichen können.

- Schröck und Moischt erhalten dauerhaft einen Linienverkehr anstelle des Anruf-Sammel-Taxis (AST). „Das hat sich als positiv herausgestellt“, sagt Rau.

Magistrat verwerist auf steigende Fahrgastzahlen

Nach OP-Informationen wird die Linienbus-Bedienung für die Strecke und auch die für mehrere Außenstadtteile geplante (laut Entwurf des Nahverkehrsplans 2015-2020) – innerhalb der Stadtwerke kritisch bewertet. Vor allem abends 
werde „permanent heiße Luft hin- und hergefahren“, heißt es aus Unternehmenskreisen.

Vorschläge aus der Kommunalpolitik, etwa vom SPD-Stadtverordneten Thorsten Büchner, den Takt in die Außenstadtteile zu verkürzen und sie bis nach Mitternacht anzufahren, „machen überhaupt keinen Sinn“. Es sei „merkwürdig, dass die Politik einen Schwenk von modernen, deutschlandweit angestrebter Bedarfs-Orientierung à la AST, hin zu starrem Linienverkehr vollzieht“. Der Magistrat begründete die Linienbus-Fortsetzung zuletzt mit „aktuell steigenden Fahrgastzahlen“ in Richtung Moischt und Schröck sowie Cappel.

Die digitalen Pünktlichkeits-Anzeigen an den Haltestellen sind unterdessen seit kurzem in Betrieb – jedoch nicht alle. „Momentan läuft der Testbetrieb“, sagt Barthel auf OP-Anfrage.

  • Den neuen Fahrplan finden Sie unter www.stadtwerke-marburg.de/fahrplan2016.html

von Björn Wisker

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