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Buntes Treiben in ganz Marburg

Elisabethmarkt wirft seine Schatten voraus Buntes Treiben in ganz Marburg

Am zweiten Wochenende im Oktober findet wieder der traditionelle Marburger Elisabethmarkt statt. Ausgerichtet wird die ­Veranstaltung erneut 
vom Verein „Stadtmarketing Marburg“.

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Auf dem Marktplatz sorgte bereits in den vergangenen Jahren der Kuriositäten-Markt für Aufmerksamkeit.

Quelle: Georg Kronenberg

Marburg. Auf welch eine lange Historie der Marburger Elisabethmarkt zurückblicken kann, das erläuterte Klaus Hövel, Vorsitzender des Vereins „Stadtmarketing Marburg“, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Rathaus. So habe der erste Markt im Namen der heiligen Elisabeth im Schatten der Elisabethkirche bereits im Jahr 1539 als Krammarkt stattgefunden. Das habe der langjährige Stadtarchivar Ulrich Hussong herausgefunden.

Bis in das Jahr 1977 wurde der Markt immer am 19. November, an Elisabeths Namenstag, veranstaltet. Dann sei der Termin nach einigen Jahren aus Witterungsgründen auf das zweite Oktoberwochenende vorgezogen worden.

Die Veranstalter zeigen sich auch dieses Jahr optimistisch, was das Wetter anbelangt. So zeigt das Plakat, mit dem für den Elisabethmarkt geworben wird, zwei fröhliche junge Menschen vor der Elisabethkirche mit einer Eiswaffel. Insgesamt soll der Elisabethmarkt wieder ein Fest für die gesamte Region werden, so Hövel.

Der Sozialmarkt mit zahlreichen Ständen von sozialen Initiativen rund um die Elisabethkirche erinnert auch in diesem Jahr an die Namensgeberin Elisabeth von Thüringen (1207 bis 1231), die am Ende ihres Lebens in Marburg gewirkt hatte. Die Landgräfin wurde aufgrund ihrer Mildtätigkeit und ihrer Gründung eines Hospitals wenige Jahre nach ihrem Tod heiliggesprochen.

Dass der Elisabethmarkt ein Sozialmarkt sei, müsse nicht bedeuten, dass man am Samstag, 10. und Sonntag, 11. Oktober im Büßergewand gehen müsse, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) am Mittwoch bei der Präsentation des Programms.

„Die heilige Elisabeth
 tut gut“

Stattdessen solle der Markt für die gesamte Bevölkerung auch zwei Tage der Freude bedeuten. Aber man solle beim Elisabethmarkt auch an diejenigen denken, die nicht auf der Sonnenseite leben. Im Auftrag des Vereins Stadtmarketing hat Anne Fiedler das Programm zusammengestellt, dessen Details sie auch erläuterte.

Zum Programm zählen neben dem Sozialmarkt am Sonntag an beiden Tagen auch ein buntes Markttreiben mit zahlreichen Verkaufsständen von der Südstadt über die Oberstadt bis zur Nordstadt. Zudem ist der Sonntag auch wieder ein verkaufsoffener Sonntag. Der Erfolg dieses Tages für den Einzelhandel hänge auch ein wenig vom Wetter ab, betonte Peter Ahrens, Chef des Kaufhauses Ahrens. Üblicherweise gebe es zum Elisabethmarkt aber sonntags einen guten Verkaufstag. „Die heilige Elisabeth tut gut“, resümierte Ahrens.

„Die Geschäftsleute freuen sich auf den Tag. Wir haben dann richtig Leben in der Stadt“, sagte Manfred Jannasch, Vertreter der Einzelhändler aus dem Südviertel. Dass es zum Elisabethmarkt sehr lebendig wird, liegt auch am kulturellen Rahmenprogramm. So gibt es am Sonntag von 12 bis 18 Uhr beispielsweise wieder ein Kuriositätenkabinett auf dem Marburger Marktplatz zu bestaunen.

„Drohnenbändiger“ 
und „blaues Nähkästchen“

Zu den Programmpunkten zählen der Auftritt eines „Drohnenbändigers“ sowie ein „blaues Nähkästchen“. Gleich vier Tage lang – von Freitag bis Montag – dauert übrigens die Innenstadtkirmes am Elisabeth-Blochmann-Platz. Dort gibt es auch wieder neue Attraktionen wie eine Spezialschaukel, mit der man einen „freien Fall“ trainieren kann, betonte Kirmes-Veranstalter Adi Ahlendorf.

Das traditionelle Entenrennen sowie ein Flohmarkt und die Fahrradbörse – alle in Weidenhausen – ergänzen am Sonntag das Programm des bunten Markttreibens. Wie in den vergangenen Jahren ist am Sonntag auch wieder ein kostenloser „Park & Ride“-Verkehr eingerichtet, der die Parkplätze am Georg-Gaßmann-Stadion und am Afföller (Messe) mit der Marburger Innenstadt verbindet. Jan-Bernd Röllmann vom Stadtmarketing hofft, dass pünktlich zum Elisabethmarkt auch keine Baustellen mehr den Straßenverkehr in Marburg behindern werden.

von Manfred Hitzeroth

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