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Buntes Fest zeigt Vielfalt der Kulturen

Multi-Kulti-Fest Buntes Fest zeigt Vielfalt der Kulturen

Am Tag der deutschen Einheit veranstaltete der Ausländerbeirat gestern rund um den Kulturladen KFZ den "Tag der kulturellen Vielfalt".

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Folkloretänze führte dieses Ensemble aus dem Marburger Stadtteil Stadtwald vor.Fotos: Manfred Hitzeroth

Marburg. Traumhaft schönes Spätsommerwetter für ein traumhaft schönes Fest am Nachmittag des Einheitstages. Afrikanische Trommelmusik, russische Folkloretänze, bolivianische Gesänge, HipHop aus dem Waldtal: Das umfangreiche Kulturprogramm beim „Tag der kulturellen Vielfalt“ kam wahrlich multi-kulti-mäßig daher. Die Akteure stammten aus Deutschland und der ganzen Welt. Das Marburger Gitarrenorchester musizierte internationale Weisen, und der „Alte Mensa Chor“ hatte „A Capella Weltmusik“ im Repertoire.

Doch die Völkerverständigung geht bei dem bunten Fest in der Schulstraße des Marburger Ausländerbeirates fast schon traditionell auch durch den Magen. Zu essen gab es beispielsweise philippinische Merienda, armenischen Schaschlik und afghanisches Rosenwasser-Pistazien-Dessert. Neben all diesen eher exotisch anmutenden Speisen hatte Schausteller Adi Ahlendorf aber auch ganz klassisches hessisches Essen im Angebot.

Neben der interkulturellen Bühne und der kulinarischen Weltreise hatte sich der Ausländerbeirat aber wieder noch mehr einfallen lassen. Bei einem Jonglage-Workshop, einem Mitmachzirkus oder einem Breakdance-Workshop durften Mitmachwillige ihre Fähigkeiten selbst ausprobieren. Zudem stellten sich verschiedene heimische Initiativen vor: Da gab es den Moschee-Pavillon der Islamischen Gemeinde Marburg, das japanische Kulturzelt des deutsch-japanischen Freundeskreises oder den Infostand des afghanischen Hilfswerk mit arabischer Kalligraphie, um nur einiges zu nennen.

Bei so viel Feierfreude gab es aber auch noch Anlass für zwei Ehrungen. Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) zeichnete die Ausländerbeiratsvorsitzende Goharik Gareyan-Petrosyan und Carin Götzfried (nicht anwesend) jeweils mit dem Historischen Stadtsiegel für besondere Verdienste in der Integrationsarbeit aus. „Freundlich, aber bestimmt vertritt sie die Interessen des Ausländerbeirats und bringt seine Arbeit mit täglichem Einsatz und viel Herzensblut voran“, lobte Kahle die Beiratsvorsitzende Gareyan-Petrosyan. Die seit 22 Jahren in Marburg lebende gebürtige Armenierin habe eine „Vorbildfunktion für gelingende Integration“. Carin Götzfried war von 2000 bis 2012 Vorsitzende der „Bürgerinitiative für soziale Fragen“ am Richtsberg. Sie habe in dieser Funktion die Bewohner des Stadtteils mit ihren vielen Nationalitäten stets ernst genommen und unterstützt, so Kahle.

von Manfred Hitzeroth

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