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Bunte Kostüme in bunter Gesellschaft

Kulturelle Vielfalt Bunte Kostüme in bunter Gesellschaft

Japanische Kimonos, schwedischer Surströmming und strahlender Sonnenschein. Hunderte Besucher trafen sich rund um das KFZ, um andere Kulturen kennenzulernen.

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Sae Narita (unten von links) und Akemi Kinoshita kommen aus Japan, Martina Parashkevow ist Bulgarin, Anni Pirttilä Finnin und Pei-Chen Kang stammt aus Taiwan.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Gemeinsamkeit finden, Unterschiede feiern - so lautete das Motto des vierten Tags der Kulturellen Vielfalt im Kfz, organisiert vom Ausländerbeirat und dem Programm „Kultur & Kulturen“ des Netzwerks Richtsberg. „Den Tag der deutschen Einheit in dieser einzigartigen Weise mit den vielen Nationen die hier leben zu verbinden, das macht Marburg aus,“ sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). Das Wetter meinte es gut mit Gästen und Standbetreibern. So konnten bei strahlender Sonne unterschiedlichste Spezialitäten aus Afrika, Asien und Europa probiert werden. Dazu gab es Musikeinlagen, Breakdance und Jongleure.

Besondere Aufmerksamkeit genoss Richard Centurion, der auf einem Einrad, das höher ist als er selbst, Kunststücke vorführte. Auch unter den Besuchern waren die unterschiedlichsten Nationen vertreten, vor allem Studenten aus dem Ausland wollten sich das Angebot nicht entgehen lassen.

„Total schön, was die hier auf die Beine gestellt haben, es gibt so viel zu sehen,“ freuten sich Martina Parashkevow aus Bulgarien und Pei-Chen Kang aus Taiwan, die beide Teil eines internationalen englischsprachigen Programms des Masterstudiengangs Abenteuer und Erlebnispädagogik sind. Die jungen Frauen hatten passend zum Anlass japanische Kimonos angezogen. „Jetzt denken die meisten zunächst, ich wäre Japanerin, aber ich hatte so ein Ding auch noch nie an. Total ungewohnt wenn man nur so kleine Schritte machen kann,“ meinte Kang.

Finnen sind schwere Sprachen gewohnt

Auch Michelle Lucio, Tahita Fraiz und Anderson Korrea aus Brasilien waren vom Programm begeistert. Die drei studieren Elektrotechnik und Chemieingenieurswesen. Für sie gibt es aber noch ein sprachliches Hindernis. „Wir sind jetzt erst einmal ein Semester hier, um die Sprache zu lernen. Dann kommt ein Test und wenn wir den bestehen, dann dürfen wir weiterstudieren“, sagte Korrea.

Auch Anni Pirttilä und Paavo Heinonen wollen in ihrer Zeit hier vor allem Deutsch lernen: „Das wird sicher nicht einfach, aber wir Finnen sind schwere Sprachen ja gewöhnt“, sagten sie. Viele der Stände sind seit einigen Jahren Bestandteil der KFZ-Veranstaltung.

Zu den Neuzugängen gehörten die Mitglieder des Deutsch-Schwedischen Freundschaftsvereins, der seit knapp einem Jahr besteht. „Wir möchten schwedische Traditionen pflegen und bekannt machen. Immerhin leben viele Schweden hier“, erklärte Hilde Rektorschek. Ein besonderes Gericht aus dem Norden hatte sie zum Probieren mitgebracht: „Surströmming“, vergorener Hering in Salzlake. „Keine Sorge, der schmeckt deutlich besser als er riecht,“ beruhigte Rektorschek augenzwinkernd.

von Marcus Hergenhan

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