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Bunte Geschichten rund um Ihr Osterei

Code entschlüsseln Bunte Geschichten rund um Ihr Osterei

Welche Eier gibt es eigentlich im Supermarkt zu kaufen und warum färbt man diese zu Ostern? Kleine Anekdoten rund um das christliche Fest.

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Bio-Eier werden auf dem Erzeugerstempel mit der Ziffer 0 gekennzeichnet. Der Grund, weswegen Bio-Eier deutlich teurer sind als Eier aus konventioneller Herstellung liegt vor allem in den Futtermitteln der Hühner. Gentechnisch verändertes Soja als günstiger Eiweißträger kommt für Bio-Bauern nicht infrage. Zudem ist die Aufzucht der Legehennen anspruchsvoller, der Raumbedarf im Stall sowie der Außenfläche und der Personalbedarf höher. Voraussetzung für Bio-Eier ist, dass maximal sechs Hühner auf einem Quadratmeter Stall- und vier Quadratmeter Auslauffläche leben. Bio-Eier hatten 2012 einen Marktanteil von 8 Prozent.

In der Freilandhaltung , die durch die Ziffer 1 gekennzeichnet wird, gelten die gleichen Anforderungen wie in der Bodenhaltung: Im Stall dürfen maximal neun Hühner pro Quadratmeter gehalten werden. Zusätzlich müssen den Hühnern in der Freilandhaltung aber zusätzlich vier Quadratmeter Auslauffläche pro Tier zur Verfügung stehen. Laut des Bundesamtes für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz lebten 2012 14,8 Prozent der Legehennen in Freilandhaltung.

Die meisten in Deutschland verkauften Eier wurden in Bodenhaltung hergestellt (2012 63,8 Prozent).  Bei dieser Haltungsform befinden sich in der Regel große Gruppen mit mehreren tausend Tieren in einem Raum, in der neben der eingestreuten Bodenfläche übereinander oder versetzt angebrachte Sitzstangen oder Ebenen und Legenester zu finden sind. Tierschutzorganisationen kritisieren vor allem diese Art der Haltung immer wieder.

In Deutschland wurde 2009 die konventionelle Haltung in sogenannten Legebatterien verboten. Dabei waren die Tiere in kleinen Käfigen, die etagenartig übereinander angeordnet waren, untergebracht (550 Quadratzentimeter pro Henne). Seit 2012 sind EU-weit nur noch Käfige erlaubt, die mindestens 750 Quadratzentimeter Platz pro Tier sowie Scharrbereich, Sitzstangen und Netster bieten. In Deutschland ist seit 2006 die Kleingruppenhaltung erlaubt, bei der jeweils 40 bis 60 Tiere in Einheiten zusammengefasst werden (mindestens 800 Quadratzentimeter Raum pro Henne). Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im April 2012 muss die Kleingruppen-Regelung neu aufgestellt werden.

Ganzjährig bunte Eier: Gekochte und gefärbte Hühnereier werden nicht nur an Ostern, sondern das ganze Jahr über als sogenannte „Brotzeiteier“ oder „Salateier“ angeboten. Da durch die Ei-Poren oder auch durch feine Risse in der Schale beim Färben Farbstoffe auf das Eiweiß gelangen können, dürfen Eier nur mit hierfür zugelassenen Farbstoffen gefärbt werden.

Das Färben von Eiern zu Ostern ist eine weitverbreitete christliche Tradition, wobei der eigentliche Ursprung der Sitte nicht bekannt ist. In der christlichen Theologie wird seit alters auf die Eisymbolik Bezug genommen. Im Mittelalter ist die Deutung des Eies in Bezug auf die Auferstehung Christi bekannt. In Deutschland werden gefärbte Eier erstmals im frühen 13. Jahrhundert erwähnt.

Frischetest für Eier : Eier sind bis etwa 28 Tage nach dem Legen haltbar. Durch einen Test, bei dem man ein Ei langsam in ein Wasserglas legt, kann man die Frische bestimmen.
Ein frisches Ei geht unter und bleibt flach auf dem Glasboden liegen.
Steht das Ei fast senkrecht auf dem Boden, ist es zwei bis drei Wochen alt. Schwimmt das Ei an der Wasseroberfläche, ist es nicht mehr
genießbar.

So entschlüsseln Sie den Code auf dem Ei :

Beispielcode: 1-DE091234-1

Die Zahl: Haltungssystem: 0 = Ökologische Erzeugung, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung

Die Buchstaben: Ländercode: DE steht beispielsweise für Deutschland, BE für Belgien oder NL  für die Niederlande

Die Zahlenkombination: Betriebsnummer: Diese setzt sich zusammen aus den zwei voranstehenden Zahlen, die Auskunft über das Bundesland geben (06 steht für Hessen), eine Nummer für die Einzelbetriebe und der Stallnummer.

von Andreas Arlt und Dennis Siepmann

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