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Bürgerpark oder Haus für Studenten?

Parkplatzfläche am Schneidersberg Bürgerpark oder Haus für Studenten?

Der Ortsbeirat Altstadt entschied am Mittwochabend, das Anliegen der Oberstadt-Anwohner 
zu unterstützen.

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Auf dieser Panorama-Fotomontage ist der Parkplatz zu sehen, der nach dem Wunsch der Anwohner zu einem Bürgerpark umgestaltet werden soll. Erreichbar ist er von der Barfüßerstraße in Höhe des Heumarktes (links). Der Weg führt weiter in Richtung Nikolaistraße und zur Lutherischen Pfarrkirche (rechts).

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Am Schneidersberg soll ein Bürgerpark entstehen – zumindest, wenn es nach den Anwohnern und dem Ortsbeirat Altstadt geht. Bei seiner Sitzung am Mittwochabend entschied das Gremium, der Bitte um Unterstützung nachzukommen. Die Anwohner und Hauseigentümer wollen die Parkplatzfläche am Schneidersberg kaufen, um auf eigene Kosten eine öffentliche Grünfläche einzurichten.

Der Grundstückbesitzer habe jedoch damit ganz andere Pläne. Er wolle auf dem Parkplatz und einem Teil des dahinterliegenden Gartens ein viergeschossiges Haus bauen, um es an Studenten zu vermieten. Dadurch verliere die Oberstadt an Attraktivität, meinen die Anwohner in einem Schreiben an den Ortsbeirat. Besucher würden von Stadtführern nicht ohne Grund immer wieder entlang des Schneidersbergs geführt, heißt es darin. Der Blick auf die denkmalgeschützten Häuser dürfe nicht verstellt werden.

Stadtbegehung zu Projekt „Marburg gegen Gewalt“

Der Ortsbeirat entschied, mit einem Antrag die Anlegung des Bürgerparks zu unterstützen. Zudem beschloss der Ortsbeirat, einen Antrag auf ein Verbot der Bestuhlung um den Marktbrunnen zu stellen. Die Fläche solle für Touristen, spielende Kinder und Musiker frei bleiben, statt von Cafés für das Aufstellen von Tischen genutzt zu werden.

Ulrich Wagner, Professor für Sozialpsychologie, stellte mit seinem Team das Projekt „Einsicht – Marburg gegen Gewalt“, eine Kooperation der Stadt und der Universität vor. „Es geht darum, Bedrohungsräume ausfindig zu machen, um sie durch gestalterische Maßnahmen in den Griff zu bekommen“, erklärte er. Es gehe nicht nur um die Prävention von Gewalt, sondern auch um die Erhöhung des Sicherheitsgefühls.

Um erforderliche Maßnahmen festzustellen, habe es bereits einen Fachrundgang mit einer Polizeibeamtin gegeben. Weitere Stadtbegehungen, die für Bürger offen sind, finden an diesem Samstag um 15 Uhr und kommenden Montag um 10 Uhr statt. Treffpunkt für die 90-minütigen Spaziergänge über den Rudolphsplatz und an der Lahn entlang ist jeweils der Marktplatz. Anmelden kann man sich unter der Handy-Nummer 0176 / 56545407.

von Freya Altmüller

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