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Bürgerliche unterstützen Bamberger

OB-Kandidaten Bürgerliche unterstützen Bamberger

Dem Schulterschluss im bürgerlichen Politik-Lager aus Anlass der bevorstehenden Oberbürgermeisterwahl wollen sich nur die „Bürger für Marburg“ nicht anschließen.

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Alle für einen: Hinter dem designierten OB-Kandidaten Dirk Bamberger (rechts) stehen (von links:) CDU-Chef Mathias Range, Dr. Hermann Uchtmann (MBL) und FDP-Vorsitzender Christoph Ditschler.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die „Bürger für Marburg“ (BfM), die mit einem Sitz im Marburger Parlament vertreten sind, scheren bisher aus dem bürgerlichen Zusammenschluss im bevorstehenden Oberbürgemeister-Wahlkampf aus. „Wir werden denjenigen Kandidaten unterstützen, mit dem sich die größten Schnittmengen ergeben“, heißt es in einer Pressemitteilung der BfM. Und bevor die bürgerliche Gruppierung das entscheidet, soll es erst Gespräche mit allen Kandidaten gegeben haben.

Doch ein Bewerber der „Grünen“ steht beispielsweise noch gar nicht fest. Zwar habe es bereits ein „freundschaftlich verlaufenes“ Gespräch mit dem voraussichtlichen CDU-Kandidaten Dirk Bamberger gegeben, doch ein Gespräch der „Bürger für Marburg“ mit dem SPD-Bewerber Matthias Acker steht noch aus.

Zwei andere im Stadtparlament vertretene Parteien haben sich schon für eine Unterstützung von Bamberger entschieden, obwohl dessen formale Nominierung auf einem CDU-Stadtparteitag am kommenden Dienstag im Marburger Cineplex-Kino noch aussteht. Bamberger war im Dezember vergangenen Jahres einstimmig vom Parteivorstand als Kandidat vorgeschlagen worden und seine Nominierung gilt als sicher.

Ditschler: Bamberger ist kein Parteikader

Der Marburger CDU-Chef Mathias Range sieht die Unterstützung durch die FDP und die „Marburger Bürgerliste“ bereits als eine „Einigung des bürgerlichen Lagers“, wie er am Freitag im Gespräch mit der OP betonte. Range, Bamberger und der Marburger FDP-Vorsitzende Christoph Ditschler sowie Dr. Hermann Uchtmann (MBL) stellten die Grundzüge des „bürgerlichen Bündnisses“ am Freitag in der OP-Redaktion vor.

„Dirk Bamberger ist zwar ein CDU-Kandidat. Er ist aber kein Parteikader, sondern ein Mann aus Marburgs Mitte“, lobte Ditschler das bisher in der Marburger Kommunalpolitik nicht in der vordersten Front aktiven CDU-Mitglied Bamberger: Der Feuerwehrmann ist leitender Angestellter bei der Sparkasse. Ditschler zeigte sich beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement Bambergers. Nachdem dieser sich zwei Stunden lang bei den Liberalen vorgestellt habe, sei der Vorschlag, Bambergers OB-Wahlkampf zu unterstützen, einmütig auf Zustimmung getroffen.

Bei den zurückliegenden Oberbürgermeister-Wahlen hatte die FDP noch jeweils einen eigenen Kandidaten gestellt, allerdings nicht mit großem Erfolg. Aus Ditschlers Sicht hat Bamberger eine reelle Chance, Oberbürgermeister zu werden. Und dabei wollen die Liberalen Hilfe leisten, in dem sie an eigenen Ständen im Wahlkampf für den CDU-Kandidaten werben.

Uchtmann: Wollen Wechsel, aber eigenständig bleiben

Zur Unterstützung für Bamberger hat sich auch die „Marburger Bürgerliste“ entschlossen. Das erläuterte MBL-Fraktionsvorsitzende Dr. Hermann Uchtmann. Er sieht Bamberger als geeigneten Protagonisten eines aus seiner Sicht notwendigen Wechsels in der Rathaus-Regierung. Zudem sei es so, dass der designierte Kandidat nicht aus den Reihen der „alten CDU-Leute“ stamme.

Die MBL hatte sich vor einigen Jahren nach einem Streit mit dem damaligen Oberbürgermeister Möller (CDU) von der CDU abgespalten. „Wir wollen gemeinsam einen Wechsel, aber alle sollen eigenständig bleiben“, sagte Uchtmann. Bamberger freut sich über die Unterstützung aus dem bürgerlichen Lager. Er betonte, dass er als OB-Kandidat auch inhaltliche Vorschläge vonseiten der FDP und der MBL aufgreifen wolle, die jeweils Vertreter in die Wahlkampfkommission der CDU entsenden werden.

Am kommenden Dienstag, 13. Januar, findet der Nominierungsparteitag der CDU für die Oberbürgermeisterwahl ab 19 Uhr im Cineplex-Kino statt. Findungskommission und Parteivorstand der Marburger CDU hatten einstimmig Dirk Bamberger als OB-Kandidaten vorgeschlagen. Am Dienstag darf nun die Parteibasis über diesen Vorschlag abstimmen.

von Manfred Hitzeroth

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