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Bürgerforum: Mitstreiter gesucht

Bundesgartenschau 2029 Bürgerforum: Mitstreiter gesucht

Wer sich in die Planungen für die für 2029 geplante Bundesgartenschau einbringen will, kann sich für ein Bürgerforum anmelden. Etwa 60 Interessierte haben das bereits getan, die Stadt hofft auf weitere Teilnehmer.

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Besucher gehen an Blumenbeeten im „Küchengarten“ vorbei, einem Teil der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin. Marburg möchte das Event 20 Jahre später an die Lahn holen. Archivfoto

Quelle: Jens Büttner

Marburg. In sechs Ausschüssen sollen sich Bürger mit unterschiedlichen Themen befassen und das Konzept für eine Bundesgartenschau in Marburg mitentwickeln. Ihre Arbeit wird auf keinen Fall verloren gehen, betont der Pressesprecher der Stadt, Ralf Laumer. Der Magistrat habe am Montag beschlossen, dass die Ergebnisse des Bürgerforums auf jeden Fall Bestandteil der Planungen der Stadt werden sollen.

Zwar ist es noch eine Weile hin bis 2029, die mit einer möglichen Bundesgartenschau einhergehenden stadtentwicklungspolitischen Fragen müssen laut Laumer aber schon jetzt in Angriff genommen werden.

Konkret geht es um die Einhausung der Bundesstraße 3 auf einem Teilstück in der Innenstadt, bei der diese tiefergelegt wird, sodass neue Flächen und Wege in der Stadt entstehen.Wenn die Stadt diese Einhausung realisieren könne und die in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie ein positives Ergebnis bringe, dann habe die Geschäftsführung der Bundesgartenschau-Gesellschaft bereits grünes Licht für eine Buga in Marburg gegeben.

Eine Auftaktwerkstatt für das Bürgerforum gibt es am Samstag, 24. Mai, von 10.30 bis 17 Uhr in der Erlenring-Mensa, doch auch alle, die an diesem Termin keine Zeit haben, können an der anschließenden Online-Werkstatt vom 25. Mai bis Ende Juni mitarbeiten.

In Themenausschüssen, die sich am 24. Mai gründen, werden sechs Themengebiete behandelt: Bürgerbeteiligung, Für und Wider einer Buga in Marburg, Profil-Vision-Motto, Flächennutzung, Natur und Kultur, Infrastruktur und Verkehr. Bei der Auftaktwerkstatt wird für jedes Themengebiet ein Moderator gewählt, das Forum organisiert sich komplett selbst.

In allen Phasen des Bürgerforums stehen den Teilnehmern aber Experten aus Verwaltung und Politik zur Seite. Die Ergebnisse werden am 18. Juli öffentlich vorgestellt. Eine Konzeptstudie zur geplanten Bundesgartenschau kann man im Internet auf www.marburg.buergerforum2014.de einsehen. Auf dieser Online-Plattform kann man sich auch für das Forum anmelden.

Das Bürgerforum zur Bundesgartenschau ist auch ein „Testlauf für diese neue Art der Bürgerbeteiligung“, sagt Laumer. Das von der Bertelsmann-Stiftung entwickelte Beteiligungsformat wurde bisher für übergreifende Themen wie demografischen Wandel eingesetzt. Fünf Modellkommunen setzen es nun in Kooperation mit der Stiftung auf kommunaler Ebene um, Marburg ist eine davon. Die Bertelsmann-Stiftung trägt die Hälfte der Kosten von insgesamt 40000 Euro. Auch für andere Themen soll das Bürgerforum in der Zukunft genutzt werden. Jetzt aber geht es erst einmal darum, möglichst viele Ideen, Wünsche und Vorschläge ins Forum zur Bundesgartenschau einzubringen. Je mehr Bürger sich daher an dem Bürgerforum beteiligen, desto besser, so Laumer. „Wenn etwa 150 Menschen mitmachen, würde ich mich freuen.“

Wer mitmachen möchte, kann sich im Internet anmelden unter www.marburg.buergerforum2014.de

von Heike Döhn

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