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Bürger kritisieren Anprangerung

Ex-Sicherungsverwahrter Bürger kritisieren Anprangerung

Mehrere Familien aus dem Stadtwald melden sich zu Wort und kritisieren die Plakataktion in ihrer Nachbarschaft gegen den Ex-Sexualstraftäter.

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Im vergangenen Herbst fand eine Bürgerversammlung im Stadtwald statt. Zahlreiche Anwohner äußerten damals ihre Ängste.

Quelle: Archivfoto

Marburg. „Wir finden, Plakatieren und andere Formen der Anprangerung sind aus grundsätzlichen Erwägungen nicht zu verantworten“, schreiben sie. Familienvater Berthold Herberz erklärt im Gespräch mit der OP, dass man auch die Grundrechte des Ex-Sicherungsverwahrten respektieren müsse.

Anwohner hatten vor zwei Wochen Plakate am Kinderspielplatz, gegenüber der Unterkunft des Mannes, angebracht. Dort waren die Straftaten des als gefährlich geltenden Mannes nachzulesen. Die Plakate waren nach einem Tag weggerissen worden. Von wem ist nicht bekannt.

Viele Anwohner – das wurde auch bei der Bürgerversammlung im Herbst deutlich und das erklärt auch die Tannenberggemeinschaft – haben Angst, dass der ehemalige Sicherungsverwahrte wieder rückfällig wird. „Diese Ängste wollen und können wir nicht wegdiskutieren“, sagt Herberz. Auch ihm wäre lieber, wenn der Ex-Straftäter aus der Nachbarschaft wegzieht. „Dennoch möchte ich nicht, dass der Mann angeprangert wird“, so Herberz.

von Anna Ntemiris

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