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Bündnis fordert: "Die Waffen nieder"

Osterspaziergang Bündnis fordert: "Die Waffen nieder"

"Die Waffen nieder" lautet das Motto, mit dem am Ostermontag gegen Rüstungsforschung, Bundeswehreinsätze und Kriegsverherrlichung protestiert wird. Veranstalter ist das Marburger Bündnis "Nein zum Krieg".

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Bei der zentralen Abschlusskundgebung der Ostermärsche 2013 auf dem Römerberg in Frankfurt forderten die Teilnehmer ein Ende der deutschen Waffenexporte und mehr politischen Einsatz für den Frieden weltweit. Archivfoto

Quelle: Boris Roessler

Marburg. Das zentrale Thema soll sich um den 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs drehen. „Gleichzeitig wird es wieder völlig normal, dass Kriege geführt werden“, erklärt Ulf Immelt, Gewerkschaftssekretär des DGB Region Mittelhessen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund arbeitet gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Kein Kriegsdenkmal in Marburg-Bortshausen“ und der Fraktion Marburger Linke für ein größeres öffentliches Verständnis: „Es geht vor allem um Bewusstseinsschaffung“, sagt Karsten Engewald von der Bürgerinitiative. 2011 wurde in Bortshausen ein Denkmal für die Marburger Jäger aufgestellt, die nun mit Kriegsverbrechen in Verbindung gebracht werden. „Es geht darum, hinter die Kulissen zu schauen“, meint Engewald, der sich von dem Osterspaziergang vor allem eine kritischere Auseinandersetzung mit der Kriegspolitik erhofft.

Auch die Philipps-Universität trage ihren Teil zu dieser Politik bei. Erst vor Kurzem sei bekannt geworden, dass das US-Verteidigungsministerium ein Projekt an er Marburger Uni finanziert habe, dessen Ergebnisse für den amerikanischen Drohnenkrieg hätten verwendet werden können. Inzwischen entstanden Bemühungen, durch eine Zivilklausel solche Vorhaben in Zukunft verhindern zu können.

„Marburg wird durch den Vorfall zum Teil eines globalen Zusammenhangs, an dem am Ende ohne rechtliche oder menschliche Legitimation Leute in Afghanistan ermordet werden“, sagt Jan Schalauske, Stadtverordneter der Fraktion Marburger Linke. Das Bündnis würde alles in seiner Macht Stehende tun, um das Vorankommen der Zivilklausel zu unterstützen.

Der Osterspaziergang soll vom DGB-Gebäude in der Bahnhofstraße aus über das Hörsaalgebäude bis zum Schülerpark führen, bei dem an allen drei genannten Standorten Kundgebungen geplant sind. Sprecher werden unter anderem Friedrich Martin Balzer vom Marburger Friedensforum und Wolfgang Gehrcke, Bundestagsabgeordneter der Linken sein. Abschließend geht es ins Haus der Ortenberggemeinde zu einem gemeinsamen Ausklang.

Das Bündnis schließe sich einer europaweiten Friedensbewegung an, die sich die Ächtung von militärischer Technologie auf die Fahnen geschrieben habe, so Schalauske. Die Wissenschaft werde heute dazu benutzt, gefährliche Technologien zu entwickeln, meint er. „Dabei ist sie dazu da, die menschliche Existenz und ihre Möglichkeiten zu verbessern“.

n Der Osterspaziergang beginnt am Ostermontag um 11 Uhr an der Bahnhofstraße 6.

von Leonie Ruhland

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