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Bühne frei für junge Forscher

Wissenschaftlicher Abend an der Steinmühle Bühne frei für junge Forscher

Man kann Quallen essen und destilliertes Wasser trinken – diese und viele weitere Erkenntnisse für den Alltag nahmen die rund 300 Besucher des naturwissenschaftlichen Abends der Steinmühle mit nach Hause. 

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Schüler der Klassen 8 und 9 erklären interessierten Eltern die Programmierung eines LEGO-Mindstorm-Roboters.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Das Forum des Gymnasiums füllte sich schon vor Veranstaltungsbeginn: Ein großes Interesse als gebührender Lohn für unzählige Vorbereitungsstunden bestaunenswerter  Ausarbeitungen.

Im hergebrachten Sinne erwarten Besucher eines naturwissenschaftlichen Abends mehr engagierte Jungs als Mädchen, daß es riecht und knallt - und Darbietungen mit Lehrbuchcharakter.

Ein offensichtlich überholtes Bild, denn Naturwissenschaften finden mitten im Leben statt, werden von Schülerinnen mit gleichem Eifer betrieben und haben zahllose Berührungspunkte zum Alltag. Diese begeisternde Botschaft an die Veranstaltungsbesucher zu vermitteln, gelang den  Jahrgangsstufen 5 bis 12 mit Kurzweil in Fächern, die sonst häufig der „schweren“ Materie zugeordnet werden.

„Es ist ein Teil unserer Steinmühlen-Philosophie, Interesse  auszuloten, individuell Begabungen zu fördern und zu vertiefen“,  berichtet  Geschäftsführer Dirk Konnertz.

Als einziges Marburger Gymnasium ist die Steinmühle Mitglied des Schulverbunds „Blick über den Zaun“ und orientiert sich an dessen Standards. Während darstellendes Spiel oder Musik durch Bühnenveranstaltungen häufiger die Möglichkeit hätten, ihr Können zu zeigen, finde die Arbeit von Naturwissenschaftlern generell eher im Verborgenen statt. Dies habe man an der Steinmühle  ändern wollen.

Die Erarbeitung aller vorgestellten Experimente erfolgte im Unterricht, für den das eigene Experimentierlabor besondere Möglichkeiten bietet.  Das Schulleiterteam, bestehend aus Bernd Holly und Björn Gemmer, beobachtet als Folge verstärktes Interesse am Forschen, was wiederum in Förderung im Rahmen des Netzwerkes 3.0 und Teilnahme an Wettbewerben münde.

Ob Herstellung von „Elefantenzahnpasta“ oder die Betrachtung des „Fett-Gens“ – die präsentationsfähige Regie für dutzende von Darbietungen gewährleisteten die Lehrkräfte Dr. Jutta Töhl-Borsdorf und Dr. Dietmar von der Ahe.
Ein Photospektrometer im Wert von rund 3000 Euro überreichte Jasmine Weidenbach als Vorsitzende des Steinmühlen-Fördervereins. Das Gerät ermöglicht dem Forscher-Nachwuchs analytisches Arbeiten in Chemie und Biologie.
Eine Wissenschaft für sich ist zweifellos auch die gehobene Konditorentätigkeit. Konditormeister Ulrich Timpert überreichte als originellen Beitrag aus dem Café Rosenpark ein essbares Periodensystem der Elemente.    

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