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Buch ist immer noch Spitzenreiter

Stadtbücherei Marburg Buch ist immer noch Spitzenreiter

Programme wie „Onleihe“ oder die Leseförderung gehören zum neuen Programm „Lesen mit und ohne Netz“ der Marburger Stadtbücherei, das mit statistischen Zahlen am vergangenen Freitag vorgestellt wurde.

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Büchereileiter Jürgen Hölzer und die zuständige Dezernentin Dr. Kerstin Weinbach stehen in der Stadtbücherei.

Quelle: Tim Textor

Marburg. Rund 100.000 Medien, darunter circa 80.000 Bücher, 4.000 Zeitschriften, 6.000 CDs, 4.500 Hörbücher und 3.500 DVDs führt die Bücherei gegenwärtig in ihren Regalen.

Die Zahlen von 2010 lassen im Vergleich zum Vorjahr einen moderaten Anstieg an Ausleihen um 4,1 Prozent und eine Neuregistrierung in Höhe von circa 2.000 Personen erkennen. Unangefochtener Spitzenreiter hinsichtlich der Ausleihe ist das klassische Buch (61 Prozent), gefolgt von den Hörbüchern (16 Prozent), CDs (11 Prozent) und DVDs (7 Prozent).

Inhaltlich sind überwiegend Sachbücher zu gesundheits- und lebensberatenden Themen, Fantasy-Romane und Hörbücher von prominenten Autoren begehrt.

„Es gibt jährlich immer mehr zu berichten“, sagte der zuständige Fachdienstleiter Jürgen Hölzer und verwies auf das neue „Onleihe“-Angebot: Mit einem Leseausweis erhalten die Kunden kostenlos Zugriff auf Hörbücher, Zeitschriften, eBooks und Videos, die bequem auf dem eigenen Rechner zu nutzen sind, insofern kann man also „onleihen“.

Bei der „Onleihe“ sind eAudio-, eVideo- und eBook-Dateien sehr begehrt. Ermöglicht wird das Projekt durch die „Hessische Fachstelle für Bibliotheken“ und die Kooperation zwischen 17 hessischen Büchereien.

In Zusammenarbeit mit den Marburger Schulen werden verschiedene Konzepte für die Leseförderung und das Recherchetraining entworfen, die den Schülern anhand von Besuchen in der Bücherei nähergebracht werden sollen. Ferner stand die Bibliothek im letzten Jahr rund 84 Schulklassen zum Kennenlernen während des Vormittags zur Verfügung. Ergänzt wird das soziale Engagement der Bücherei unter anderem durch das Organisieren von Autorenlesungen und die Mitwirkung in der Jury des „Hessischen Lese-Förder-Preises“ und des Vorlesewettbewerbes.

Zu der zweiten großen Neuerung des Jahres 2010 zählte neben dem „Onleihe“-Angebot das kontinuierliche Veranstaltungsprogramm für Kinder: Hier gab es jeden Monat eine kindergerechte, aber auch für Erwachsene interessante Veranstaltung: unter anderem ein „Jim-Knopf-Geburtstags-Ausflug“ oder eine „Dracula“-Lesung mit dem Stimmkünstler Rainer Rudloff.

„Wir wollen alles weiter ausbauen“, fasste Hölzer die Ziele für die Weiterentwicklung der Marburger Stadtbücherei für 2011 zusammen. Wegen des großen Zuwachses an Belletristik muss ein Teil der Romane und Erzählungen zukünftig in die Regale der Sachbücher weichen.

Hölzer nahm zur Kenntnis, dass bezüglich der Öffnungszeiten seitens der Kundschaft leichte Unzufriedenheit besteht und sagte dazu, dass man die Öffnungszeiten überdenken werde.

von Tim Textor

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