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Brunnenskulptur als Blickfang für Firmaneiplatz

Planungen im Bauausschuss Brunnenskulptur als Blickfang für Firmaneiplatz

Der Firmaneiplatz soll wieder völlig neu gestaltet und mit einer „Wasser-Skulptur“ geschmückt werden: Über den Magistrats-Vorschlag wurde ­bereits im Bauausschuss diskutiert.

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Den neugestalteten Firmaneiplatz soll diese Brunnen-Skulptur schmücken.

Quelle: Scape

Marburg. Die Vorplanungen für die Umgestaltung des Firmaneiplatzes sind vorangekommen. Noch war es nur eine Kenntnisnahme des Magistrats. Doch bereits im Januar sollen archäologische Arbeiten erfolgen und daran anschließend Anfang 2017 der Platz-Umbau.

Im Bauausschuss stellten Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) sowie Stadtbaudirektor Jürgen Rausch und Stadtplaner Reinhold Kulle den jetzt vom Magistrat favorisierten Entwurf der Umgestaltung des Platzes vor, in dessen Mitte künftig ein länglich geformter und von mehreren Quadersteinen umstellter Brunnen stehen soll.

Öffentliche Parkplätze müssen weichen

Die Umgestaltung des Firmaneiplatzes ist der letzte Baustein der 2001 auf den Weg gebrachten Neugestaltung des Umfelds der Elisabethkirche, erläuterte Kahle. Gleichzeitig soll dem Platz an der Deutschhausstraße zwischen der hinteren Seite der Kirche sowie dem Geographie-Institut, dem Mineralogischen Museum und dem Centrum für Nah- und Mitteloststudien (CNMS, ehemalige Kinderklinik) eine größere Aufenthaltsqualität und eine repräsentativere Gestaltung erhalten.

Denn sowohl die Stadtoberen sowie die Vertreter der Uni-Spitze rechnen damit, dass der Firmaneiplatz nach der Einweihung der auf der anderen Seite der Deutschhausstraße im Bau befindlichen Uni-Bibliothek noch stärker als bisher frequentiert wird. Klar war schon zu Beginn der Vorplanungen, dass die bisher noch in der Platzmitte vorhandenen öffentlichen Parkplätze der Umgestaltung weichen müssen (die OP berichtete).

Nach der Ausschreibung des Wettbewerbs für die Elisabethkirchen-Umfeldgestaltung hatten die Landschaftsarchitekten der Firma „Scape“ den Zuschlag bekommen, eine Idee für die Platzgestaltung vorzulegen. Der dann erarbeitete Vorschlag, in der Platzmitte ein an die alten Konturen des Platzes erinnerndes Rechteck anzulegen, wurde aber wieder verworfen, erläuterte Bauamtsleiter Rausch.

Der Grund: Die Anlage dieses von Begrenzungssteinen umstandenen Rechtecks hätte bedingt, dass der Platz an dieser Stelle teilweise leicht abschüssig geworden und tiefergelegt worden wäre. Dies war von Vertretern der Blindenstudienanstalt und des Behindertenbeirats als Gefahrenpotenzial ausgemacht worden, so Rausch. Zudem hätten die Marktbeschicker sich dagegen gewehrt, weil dann der traditionelle Wochenmarkt nicht mehr auf dem Firmaneiplatz hätte stattfinden können. Auch der Kirchenvorstand der Elisabethkirche habe sich diesen Bedenken angeschlossen, sagte Kahle.

Magistrat bevorzugt „Quader-Alternative“

So wurde auf Bitten der Stadt von „Scape“ eine neue Idee erarbeitet: ein mit Bäumen umstandener Platz, dessen zentrales Gestaltungselement ein Brunnen ist. Dazu gab es zwei Vorschläge: einen runden Brunnen und eine mit Sandstein-Quadern umstandene Brunnenanlage.

Die jetzt von den Stadtverantwortlichen und vom Magistrat präferierte Variante ist die „Quader-Alternative“. Diese habe den Vorteil, dass sie auch im Winter ein belebendes Element auf dem Platz inmitten des „Campus Firmanei“ darstelle, wenn es im Brunnen kein Wasser gebe, sagte Bürgermeister Kahle.

Doch auch an diesem Entwurf gibt es bereits Kritik. So verweigerte der Denkmalbeirat mehrheitlich seine Zustimmung, weil ein Brunnen nicht zur historischen Gestaltung des Kirchenumfelds passe, ­erläuterte Kahle weiter. „Das Wasser wird höchstens 20, 30 Zentimeter tief sein. Wer macht dann den ganzen Dreck weg“, fragte Ausschuss-Mitglied Manfred Jannasch (CDU).

„Wir haben Wartungsaufwand, aber bei allen Bedenken ist es eine schöne Lösung“, meinte Kahle. Pro Jahr würden die Unterhaltungs-Kosten für den „Brunnenplatz bei 5000 bis 10.000 Euro liegen und die einmaligen Investitionskosten insgesamt rund 250.000 Euro betragen, sagte Stadtplaner Kulle. Ausschuss-Vorsitzender Uwe Meyer (SPD) lobte die Idee und sagte insgesamt zur Umfeldgestaltung der Elisabethkirche: „Jetzt hat unser Juwel eine tolle Fassung“.

von Manfred Hitzeroth

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