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Brücken-Sanierung: CDU wittert Taktik

Weidenhäuser Brücke Brücken-Sanierung: CDU wittert Taktik

Taktik und Tarnung? Der Kampf der Grünen für eine Sanierung der Weidenhäuser Brücke dient nach Ansicht der CDU lediglich dazu, den innerstädtischen Autoverkehr langfristig lahmzulegen.

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Wie die Sanierung der Weidenhäuser Brücke ist auch der Umbau des Rudolphsplatzes und dessen Barrierenbefreiung auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Quelle: Thorsten Richter (Archiv)

Marburg. „Zentral ist für Grüne und den Bürgermeister nicht die Millionenförderung für die Sicherung der Brücke, das Bauwerk ist nur das nützliche Vehikel für die Umgestaltung des Rudolphsplatzes“, sagt Joachim Brunnet, verkehrspolitischer Sprecher der CDU. Mit dessen barrierefreiem Umbau würden speziell für den Autoverkehr „folgenreiche Fakten geschaffen“ - etwa das Aus für einen denkbaren Kreisverkehr auf der Kreuzung.

„Das Ziel ist es, Autofahrer zu quälen, ihnen den letzten Spaß zu rauben und sie somit letztlich aus der Stadt rauszuholen“, sagt Brunnet. Über „totale Verengung der Innenstadt“ - wozu auch die geplanten Hindernisaufbauten in der Elisabethstraße zählen - wolle Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) die ­„Infrastruktur zerdeppern“.

Ein grundsätzlicher Umbau des Rudolphsplatzes ist nach Brunnets Ansicht nicht nötig, da eine weitgehende Barriere­freiheit über mehrere Ampeln bereits bestehe, „keiner zur ­Benutzung der Unterführung gezwungen ist“. Einzig das ­Erscheinungsbild der unteren Ebene, die Vielzahl an Schmiereien, ist nach Ansicht des CDU-Stadtverordneten „unerträglich“ und sorge dafür, dass sich dort niemand gerne aufhalte.

Rund 1,2 Millionen Euro hat die Stadt für den Rudolphsplatz-Umbau ursprünglich veranschlagt.

Landesfördermittel auch für Rudolphsplatz bewilligt

Diese Kosten, für die das Land Hessen wie bei der Weidenhäuser Brücke eine finanzielle Förderung bewilligte, sollten für Treppen nördlich und südlich des Brückenkopfes sowie für die Erneuerung von Fahrbahndecken, die Anlage von Radfahrstreifen und den Umbau der Einmündung „Am Grün“ ausgegeben werden. Das Stadtparlament strich neben Weidenhäuser Brücke auch den Rudolphsplatz-Umbau kürzlich aus der Vorhabenliste für 2017.

Bürgermeister Kahle, die Grünen und Ortsbeiräte kämpfen seitdem für ein Umdenken.

von Björn Wisker

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