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Brandschutz in Uni-Gebäude liegt auf Eis

Empörung Brandschutz in Uni-Gebäude liegt auf Eis

Das Uni-Gebäude, in dem sich unter anderem der Senatssaal und Räume des Uni-Personalrats befinden, muss dringend aus Brandschutzgründen renoviert werden.

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Die Kabelstränge verlaufen in dem Uni-Gebäude seit sechs Jahren unverputzt unter der Decke.

Quelle: Hitzeroth

Marburg. Mitglieder des Uni-Personalrats haben jetzt mit einer symbolischen Aktion zur Selbsthilfe gegriffen. Mit blauen Tüchern haben sie die Decke im Flur des Gebäudekellers verhängt, in dem sich die Räume des Personalrats befinden. Seit 2003 liegen an der Decke des Kellergeschosses die Versorgungskabel frei, und die Kabelstränge hängen teilweise auch ungesichert runter.

„Wie wollen damit darauf aufmerksam machen, dass die seit einem Jahr im Brandschutzgutachten geforderten Baumaßnahmen wie zweite Flucht- und Rettungswege für den Senatssitzungssaal, den Hörsaal und das Untergeschoss immer noch nicht umgesetzt sind“, erklärte Dr. Wolfgang Hecker. Der Politikwissenschaftler war jetzt ein Jahr lang im Personalrat tätig und ging am Montag dieser Woche in den Ruhestand.

„Dass im Kellergeschoss nichts passiert, ist aus meiner Sicht auch eine zielgerichtete Aktion gegen den Personalrat“, beschwert er sich jetzt. Schließlich hätten die Mitglieder des Personalrats „seit Jahr und Tag“ vergeblich dafür gekämpft, dass sich die völlig unzureichende bauliche Situation im Untergeschoss verbessere.

In der Sitzung des Uni-Senats nahm Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne am Montag auf Anfrage des Uni-Personalrats auch Stellung zum Thema. Nach seinen Angaben kostet die Verwirklichung aller im Brandschutzgutachten vorgeschlagenen baulichen Verbesserungen auf jeden Fall mehr als 200.000 Euro.

Dass bisher nichts geschehen sei und auch in diesem Jahr nicht damit zu rechnen sei, liege aber an eine „Bugwelle“ von notwendigen baulichen Veränderungen an Gebäuden in der gesamten Universität. In diesem Jahr gebe die Philipps-Universität dafür mehr als eine Million Euro aus. „Wir versuchen, die Probleme nach und nach abzuarbeiten“, sagte Uni-Kanzler Nonne.

von Manfred Hitzeroth

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