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Brandinspektor: Im Ernstfall wär’s „heiß am Frack“

Übung Brandinspektor: Im Ernstfall wär’s „heiß am Frack“

Reimershausen. Eine geplante Übung von vier Feuerwehren verlief am Mittwochabend in Reimershausen vorschriftsmäßig und endete gegen 20.30 Uhr.

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Brandheiße Simulation: Atemschutzträger bereiten sich darauf vor, in einen brennenden Stall zu gehen, um einen vermissten Menschen zu retten. (Foto: Silke Pfeifer-Sternke)

von Silke Pfeifer-Sternke

Aus einer Stallung im Scheuernweg in Reimershausen dringt Qualm. Auf dem Dach sitzt ein Mensch und wartet auf Hilfe. So ist das Szenario, als gegen 19 Uhr die Sirenen in Reimershausen, in Oberwalgern, Weipoltshausen und in Altenvers ertönen.

Die Feuerwehren rücken aus und treffen kurze Zeit später am Brandherd ein – beobachtet von vielen Schaulustigen. „Wo ist denn die Zysterne“, ruft ein Feuerwehrmann. Ein anderer eilt ihm zu Hilfe und weist ihm den Weg.

Dass es sich um eine Übung handelt, wussten die Feuerwehrleute ohne aber vorher den Einsatzort zu kennen. Einmal jährlich findet in Reimershausen eine Übung statt, an der drei bis vier Wehren teilnehmen. Diesmal wird das Löschen mit Wasser aus der Zysterne geprobt. Allerdings befindet sie sich nach Meinung von Gemeindebrandinspektor Andreas Heck zu nah an der Stallung.

Im Ernstfall wäre es „heiß am Frack“, geworden, sagt er. Während die Wasserversorgung weiter aufgebaut wird, wird der Mensch auf dem Dach über eine Leiter „gerettet“. Eine weitere Person wird noch vermisst und im Stall vermutet. Zwei Trupps mit Atemschutzgerät suchen im verqualmten Gebäude nach dem Vermissten. Sie finden sie und bringen sie ins Freie.

Da angenommen wird, dass es vor dem Brand eine lange Trockenperiode gab, wird auch der angrenzende Wald mit Löschwasser vor dem Übergreifen der Flammen geschützt. Insgesamt ist Heck sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung. Lediglich Kleinigkeiten störten ihn. Aber: „Wir machen das, um zu lernen. Beim nächsten Mal machen wir es besser“, ist er überzeugt.

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