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Boxclub kann noch dieses Jahr einziehen

Neues Domizil für Verein Boxclub kann noch dieses Jahr einziehen

Der Boxclub Marburg erhält ein neues Domizil. Die neuen Boxhalle in der Friedrich-Ebert-Straße soll bis zum Jahresende fertig sein.

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Architekt Harry Liedtke zeigt Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverwaltung die Pläne für das Boxsportzentrum, das in einer früheren Gaststätte und dem darunter gelegenen Gelände entsteht.Fotos: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Mehr als ein Jahr hat es gedauert, seit die ersten Pläne für die Errichtung eines Boxsportzentrums in der Friedrich-Ebert-Straße bekannt wurden: „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel gestern bei der Vorstellung der Pläne für den Bau, den der Boxclub Marburg vor Weihnachten noch in Besitz nehmen möchte.

Der Boxclub, der nicht nur der Verein mit den mutmaßlich meisten Titeln auf Hessen- und auf nationaler Ebene ist, sondern auch in der Stadt und darüber hinaus hohes Ansehen wegen seiner Integrationsarbeit genießt, ist bis jetzt mit seinen drei Trainingsstätten in der Stadt verstreut.

Das Baukonzept, das mit dem Gestaltungsbeirat abgestimmt wurde, wird auf dem Grundstück der Stadt Marburg in den Räumen einer früheren Gastwirtschaft realisiert. Das Gelände wurde durch die langfristige Anmietung einer unterhalb gelegenen Wiese vergrößert.

Architekt Harry Lietke erläuterte gestern Mitgliedern des Magistrats, der Stadtverwaltung und des Ortsbeirats Richtsberg das Nutzungskonzept des Boxzentrums: In den Räumen der früheren Gaststätte sollen Umkleidekabinen, ein Aufenthaltsraum und eine kleine Kochecke entstehen, ein Teil des Gastraums wird zur Trainingshalle umgebaut. Im „Anbau“, der etwa ein halbes Geschoss tiefer liegen wird, entsteht ein Boxring mit den Maßen 6 mal 6 Meter, Sandsäcke und anderes Trainingsgerät werden an der Decke installiert. Durch eine großzügig gestaltete Fensterfront werden die Vereinsräume gleichsam mit dem Stadtteil verbunden.

Auch die Ortsvorsteherin des Richtsbergs, Erika Lotz-Holilovic, freute sich über die künftige Halle. Sie lobte die Arbeit des BC Marburg, die gerade für Jugendliche des Richtsbergs wichtig sei: „Hier wird Sozialpolitik betrieben, sagte Lotz-Halilovic.

Noch fehlt die Baugenehmigung für den Anbau, die entscheidenden Gespräche seien aber geführt, so dass er keine Schwierigkeiten erwarte, sagte Günther Böth, der Leiter des Hochbauamts der Stadt. Die Baugenehmigung wird wohl im Laufe des Monats Mai erteilt werden.

Bis dahin können die Mitglieder des BC schon anfangen, die frühere Kneipe zu entkernen. Sie tragen durch Eigenleistung mit zehn Prozent zu den Baukosten bei, die insgesamt etwa 350000 Euro betragen sollen. Zuschüsse des Landes sind beantragt, außerdem will sich ein Förderer des Vereins mit einer größeren Summe an dem Projekt beteiligen, wie Vorsitzender Peter Weller-Piwetz sagte.

Über Platzmangel können sich die Boxer künftig nicht beklagen: Das Zentrum hat, wenn es fertig ist, eine Nutzfläche von 390 Quadratmetern.

von Till Conrad

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