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Böllerverbot stoppt Raketen nicht

Silvester in Marburg Böllerverbot stoppt Raketen nicht

Dichter Nebel über Marburg und Teilen des Landkreises sorgte dafür, dass das Feuerwerk zum Jahreswechsel weniger spektakulär ausfiel als in vergangenen Jahren.

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Nebelwetter und Böllerverbot hielten Feiernde in der Oberstadt nicht davon ab die ein oder andere Rakete in den Neujahrshimmel fliegen zu lassen.

Quelle: Florian Gaertner

Marburg. „Außergewöhnlich ruhig“ sei die Silvesternacht gewesen, teilte die Polizei am Neujahrstag auf OP-Anfrage mit. Die Ordnungshüter verzeichneten weder Unfälle mit Personenschäden, noch wurden sie zu Ruhestörungen oder Prügeleien gerufen, hieß es gestern.

Hunderte Menschen starten das Jahr 2015 auf dem Lutherischen Pfarrhof. Trotz Verbot werden zahlreiche Feuerwerkskörper in der Menschenmasse gezündet.

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Auch die Zentrale Rettungsdienst-Leitstelle sprach von einem „ruhigen Dienst“ in der Silvesternacht. Neben den normalen Notfalleinsätzen habe es nur ein paar wenige Platzwunden oder Sturzverletzungen gegeben.

Die Marburger Feuerwehr musste am frühen Morgen den Rettungsdienst bei einem medizinischen Notfall unterstützen und eine Person in der Schwanallee über eine Drehleiter bergen. Ansonsten berichteten die Brandschützer lediglich von einem Mülleimerbrand und zwei Brandmelder-Fehlalarmen.

An manchen Stellen in der Stadt sahen die Nachtschwärmer um Mitternacht kaum noch die buchstäbliche Hand vor Augen. Inversionswetterlage und die Silvesterböller ergänzten sich vielerorts zu einer dichten Suppe. Vielleicht war das die Hauptursache dafür, dass an vielen Stellen in der Stadt die Feiern zumindest gefühlt etwas ruhiger ausfielen als in den vergangenen Jahren.

"Nicht ungefährliche" Szenen in der Oberstadt

Nebelwetter und Böllerverbot hielten Feiernde in der Oberstadt aber nicht ab. Obwohl Stadt und Polizei im Vorfeld der Silvsternacht angekündigt hatten, das Böllerverbot in der Oberstadt zu überwachen, flogen zahlreiche Raketen etwa vom Lutherischen Kirchhof in Richtung Barfüßerstraße/ Reitgasse. Mehrere hundert Menschen hatten sich auf dem Lutherischen Kirchhof zur Mitternachtsstunde versammelt – OP-Fotograf Florian Gaertner, der vor Ort war, berichtet von zum Teil „nicht ungefährlichen“ Szenen. Sektflaschen, in denen Raketenschäfte steckten, fielen um – zu Schaden kam in der ersten Stunde des neuen Jahres aber niemand.

Die angekündigten Kontrollen fanden zwischen Mitternacht und 1 Uhr auf dem Lutherischen Kirchhof nicht statt.

Noch am frühen Morgen, berichten Anwohner, waren Feiernde in der Oberstadt zu hören.

von Till Conrad

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