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Bölker soll Uni-Vizepräsident werden

Uni-Präsidentin schlägt Biologie-Dekan vor Bölker soll Uni-Vizepräsident werden

Der Marburger Biologie-Professor Michael Bölker (59) soll neuer Uni-Vizepräsident für das Ressort Forschung werden. Die Wahl findet am 27. April statt.

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Biologie-Dekan Professor Michael Bölker soll neuer Vizepräsident für das Ressort Forschung werden.

Quelle: Manfred Hitzeroth

Marburg. Eloquent und nachdenklich zugleich: So könnte man den Genetiker Professor Michael Bölker beschreiben, den die Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause als neuen Forschungs-Vizepräsidenten vorschlägt.

Die kurzfristige Wahl wird notwendig, weil bei der Vizepräsidenten-Wahl im Januar der für das Amt vorgesehene Kandidat Professor Ulrich Koert durchgefallen war. Bei 32 abgegebenen Stimmen aus den Reihen der Uni-Wahlversammlung hatte der noch als Forschungs-Vize amtierende Chemiker nur 9 Ja-Stimmen, aber 17 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen bekommen. Professor Joachim Schachtner und Professorin Evelyn Korn waren jeweils im ersten Wahlgang zu Vizepräsidenten gewählt worden.

Die Amtszeit von Koert läuft noch bis Mitte April. Oberstes Ziel der Uni-Präsidentin war es, in dem wichtigen Posten im Präsidium möglichst keine Vakanz entstehen zu lassen. In den kommenden Wochen ist nun Zeit für die Befragung des neuen Kandidaten. Die Wahl soll dann am 27. April über die Bühne gehen. Bereits am 1. Mai würde seine Amtszeit beginnen, wenn er gewählt wird.

Große Erfahrung mit wissenschaftlichen Verbundprojekten

Der 59-jährige Michael Bölker ist studierter Biochemiker und vertritt am Fachbereich Biologie seit 1997 eine Professur im Fach Genetik. Nach einem gemeinsamen Treffen mit den Listensprechern der Senatslisten habe sich Bölker aus einer Handvoll potenzieller Kandidaten als erste Wahl herauskristallisiert, sagte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause auf Anfrage der OP. Sie bezeichnete Bölker als renommierten Wissenschaftler, der zudem eine große Erfahrung mit wissenschaftlichen Verbundprojekten habe.

Zudem imponiert der Präsidentin an dem Naturwissenschaftler, dass er einen weiten Horizont habe und die Diskussion mit Kollegen aus anderen Fächerkulturen suche. Außerdem sei Bölker als stellvertretender Direktor von „Mara“ auch mit der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses betraut. Seine aktuellen Ämter als Uni-Senator und als Biologie-Dekan muss Bölker allerdings aufgeben, wenn er gewählt wird.

Die Vertretung der Universität Marburg ist für den fünffachen Familienvater auch eine Herzensangelegenheit, denn in den zurückliegenden 20 Jahren ist er in Marburg zusammen mit seiner Familie richtig heimisch geworden, verrät Bölker im Gespräch mit der OP.

In Sachen Forschungsstärke müsse sich die Marburger Hochschule nicht verstecken, sagt Bölker. „Meine Hauptaufgabe wird es sein, die Uni Marburg in der kommenden Exzellenzinitiative erfolgreich aufzustellen“. Ein detailliertes Programm für seine mögliche dreijährige Amtszeit hat Bölker noch nicht erarbeitet. Nun setzt er erst einmal auf Gespräche mit den Vertretern der Senatslisten, die alle Uni-Statusgruppen repräsentieren.

von Manfred Hitzeroth

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