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Bölker setzt auf Erfolg in Wettbewerb

Neuer Uni-Vizepräsident für Forschung Bölker setzt auf Erfolg in Wettbewerb

Mit einer klaren Mehrheit wurde Biologie-Dekan Professor Michael Bölker am Mittwoch in der Alten Aula zum neuen Uni-Vizepräsidenten für den Bereich Forschung gewählt.

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Willkommen im Uni-Präsidium: Der frisch gewählte Uni-Vizepräsident Professor Michael Bölker (Mitte, mit Blumen) mit seinen Präsidiumskollegen (von links:) Uni-Vizepräsidentin Professorin Evelyn Korn, Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause, Uni-Vizepräsident Professor Joachim Schachtner und Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Wahl des neuen Uni-Vizepräsidenten Professor Michael Bölker klappte am Mittwoch erst im zweiten Wahlgang.

Das lag aber nicht daran, dass der Kandidat im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Mehrheit erhielt, sondern an einer peinlichen organisatorischen Panne, 
die erst bei der Auszählung auffiel. Versehentlich waren an die wahlberechtigten Mitglieder der Wahlversammlung bei der geheimen Wahl verschiedenfarbige Stimmzettel ausgeteilt worden.

Anhand dieser Farben hätte man bei der Auszählung 
das Wahlverhalten zurückverfolgen können. Deswegen habe 
sich der Wahlvorstand dazu 
 entschieden, die Wahl zu wiederholen, erläuterte Helmut 
Sitter, Vorsitzender des Zentralen Wahlvorstands.

Beim zweiten Mal ging es dann sehr schnell: Alle 30 noch anwesenden Wahlberechtigten erhielten weiße Stimmzettel, und das Ergebnis fiel eindeutig aus: Der Biologie-Professor Michael Bölker erhielt bei 30 abgegebenen und gültigen Stimmen insgesamt 25 Ja-Stimmen bei vier 
Nein-Stimmen und einer 
Enthaltung.

Dementsprechend freute sich Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause sehr. „Das ist ein beeindruckendes Wahlergebnis“, sagte Krause auf OP-Anfrage. Dieses zeige die Akzeptanz und Wertschätzung, die Bölker sich in den vergangenen Jahren erarbeitet habe.

Amtszeit von Bölker
 beginnt Anfang Mai

Die erneute Vizepräsidentenwahl war notwendig geworden, weil der amtierende Forschungs-Vizepräsident Professor Ulrich Koert bei der Wahl am 13. Januar nach drei Jahren Amtszeit nicht wiedergewählt worden war.

Jetzt tritt Bölker schon Anfang Mai Koerts Nachfolge an. In seiner kurzen Vorstellungsrede, in der Bölker sein Programm skizzierte, ging er auch kurz auf die Bemühungen seines jetzt aus dem Amt scheidenden Vorgängers sein. So habe dieser die gemeinsame Bewerbung der Uni Marburg und der Uni Gießen, die jetzt anlaufe, entscheidend mit vorbereitet.

Nun sei es wohl die wichtigste Aufgabe seiner Amtszeit, die Kombi-Bewerbung der beiden Universitäten in der kommenden Runde der Exzellenzinitiative erfolgreich zu gestalten, 
 sagte Bölker. Die Exzellenz-Cluster sind jeweils mit einer Förderung zwischen drei und 10 Millionen Euro jährlich für prinzipiell zwei mal sieben Jahren verbunden.

Die Hochschulen haben sich darauf geeinigt, bei der Bewerbung in der Sparte Exzellenz-Cluster jeweils gemeinsame Anträge zu formulieren. Es müsse jetzt das Ziel der beiden Hochschulen sein, mindestens eines der 50 Exzellenz-Cluster in dem deutschlandweiten Wettbewerb der Hochschulen nach Hessen zu holen. Der neue Uni-Vize sieht sogar, dass zusammen mit Gießen das Potenzial für zwei oder drei Exzellenz-Cluster vorhanden sei.

Internationalisierung liegt 
Bölker am Herzen

In den ersten beiden Durchgängen der Exzellenz-Initiative 
war die Universität Marburg, die dabei alleine angetreten war, noch jeweils komplett leer ausgegangen. „Die neue Runde der Exzellenz-Initiative ist die letzte 
Chance für Marburg, auf der Landkarte der wissenschaftlichen Exzellenz aufzutauchen“, sagte Bölker.

Aber auch die Stärkung des akademischen Mittelbaus und die Internationalisierung liegen 
Bölker am Herzen. Denn schließlich gehören der Forschung auch die Bereiche „Internationalisierung“ und „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ zu seinem künftigen Aufgabengebiet im fünfköpfigen Präsidium der Marburger Universität.

Der Großteil der Fragen in der Diskussion konzentrierte sich jedoch auf das Thema Exzellenzinitiative. So wollten die Fragesteller aus den Reihen der Wahlversammlung beispielsweise wissen, ob denn bei einem Erfolg in der Exzellenzinitiative diejenigen Bereiche an der Uni vernachlässigt würden, die nicht zu den darin erfolgreichen Forschungsfeldern gehörten. Bölker versprach, darüber nachzudenken, dass im Falle eines Erfolges auch andere Projekte von der Zusatz-Finanzierung profitieren könnten.

von Manfred Hitzeroth

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