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Boccaccio begründete Erzähltradition

Studium generale Boccaccio begründete Erzähltradition

Im Mittelpunkt beim „Studium generale“ steht der italienische Humanist und Schriftsteller Giovanni Boccaccio (1313 - 1375).

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Professorin Christa Bertelsmeier-Kierst (rechts) und ihre Mitarbeiterin Tina Terrahe präsentieren das Veranstaltungsplakat zum „Studium generale“. Foto: Manfred Hitzeroth

Marburg. Der Romanistik-Professor Rainer Stillers und die Germanistik-Professorin Christa Bertelsmeier-Kierst organisieren die öffentliche Vortragsreihe der Uni im Wintersemester. „Boccaccio war für die europäische Literatur von überragender Bedeutung“, sagt Bertelsmeier-Kierst. In seinem bekanntesten Werk - dem Decamerone - füge er verschiedene literarische Traditionen zusammen und verfeinere diese, erläutert die Marburger Professorin. Das Decamerone ist eine Novellensammlung mit einer Rahmenhandlung, die während des Wütens der Pest in der Nähe der vom „schwarzen Tod“ heimgesuchten Stadt Florenz spielt. Mit diesem literarischen Werk gilt Boccaccio als einer der Begründer der prosaischen Erzähltradition in Europa.

Das „Studium generale“ findet aus Anlass des 700. Geburtstags von Giovanni Boccaccio statt und schließt an diverse Spezialtagungen in diesem Jahr nicht nur in Deutschland und Italien, sondern auch in ganz Europa.

Nach Angaben von Bertelsmeier-Kierst richtet sich die Reihe an alle kulturwissenschaftlich Interessierten und soll die Vortragsreihe viele Facetten des Lebens und Werks von Boccacio darstellen - Themenfelder liegen nicht nur in der Literaturgeschichte, sondern auch in der Medizingeschichte oder den Medienwissenschaften. Die Vorträge finden immer mittwochs von 20 Uhr bis 22 Uhr im Audimax im Uni-Hörsaalgebäude, Biegenstraße, statt:

16. Oktober: Bodo Guthmüller (Marburg): Parodierung und spielerische Umkehrung mittelalterlicher Erzählliteratur.

23. Oktober: Christa Bertelsmeier-Kierst (Marburg): Boccaccio: Mittler zwischen Mittelalter und Neuzeit.

30. Oktober: Klaus Bergdolt (Köln): Die Pest in der toskanischen Literatur des 14. Jahrhunders.

6. November: Arbogast Schmitt (Marburg): Wie die Vorstellung vom „dunklen Mittelalter“ entstand.

13. November: Mario Zanucchi (Freiburg): Die Griselda-Novelle in der europäischen Literatur.

20. November: Bettina Uppenkamp (Berlin): Der Griseldis-Zyklus aus Schloss Rocca Bianca.

27. November: Wolfram Keller (Berlin): Boccaccio im englischen Spätmittelalter.

4. Dezember: Ulrich Winter (Marburg): Strategisches Handeln in der romanischen Erzählliteratur der Frühen Neuzeit.

11. Dezember: Friedrich Wolfzettel (Frankfurt): Funktionen der Landschaft im frühen Erzählwerk Boccaccios.

18. Dezember: Lothar Schmidt (Marburg): Boccaccio und Musik.

15. Januar 2014: Bernhard Greiner (Tübingen): Boccaccios novelletta der drei Ringe und ihre Umbildung durch Lessing und Kleist.

22. Januar: Peter Borscheid (Marburg): Von der Last der Langsamkeit.

29. Januar: Michael Thiemann (Göttingen): Boccaccios „Genealogie deorum“.

5. Februar: Angela Krewani (Marburg): Narrative Gestaltung im hypermedialen Umfeld.

12. Februar: Ingo Herklotz (Marburg): Pier Paolo Pasolinis „Decamerone“.

von Manfred Hitzeroth

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