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Blumen und Kerzen erinnern an Opfer

Tod in der Oberstadt Blumen und Kerzen erinnern an Opfer

Gedenken an den durch einen Messerstich getöteten 20-jährigen Studenten: Am Tatort in der Oberstadt an der Ecke Schuhmarkt/Reitgasse sind Blumen und Kerzenniederlegt worden. Im Internet wird der mutmaßliche Täter derweil an den Pranger gestellt.

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Kerzen und Blumen erinnern am Tatort am Schuhmarkt in der Marburger Oberstadt an den Tod eines 20-jährigen Studenten durch einen Messerstich.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Stilles Gedenken erinnert am Schuhmarkt an das Opfer der Gewalttat vom Sonntagmorgen, als ein 20-Jähriger nach einem vorangegangenen Streit niedergestochen wurde. „Du wirst immer bei uns sein“ ist auf einer der Kerzen zu lesen. Am Montagabend waren die Kerzen angezündet worden, die um mehrere Blumen gruppiert waren.

„Polizei und Staatsanwaltschaft arbeiten mit Hochdruck daran, dass die Ermittlungsarbeiten zu Ende geführt werden“, betonte Ute Sehlbach-Schellenberg, stellvertretende Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft, gestern auf Anfrage der OP.

Sie bestätigte, dass vor dem Amtsgericht Marburg ein Haftbefehl gegen einen dringend des Totschlags tatverdächtigen 26-jährigen Studenten erlassen worden sei.

Der Streit hatte sich zwischen zwei rivalisierenden Gruppen entwickelt, nachdem diese bereits in einer Kneipe aufeinandergetroffen seien. Auf der Straße am Schuhmarkt waren dann die Streitigkeiten mit zehn schwer alkoholisierten Beteiligten eskaliert (die OP berichtete).

Zwar habe es keine geständige Einlassung, also kein Geständnis, des mutmaßlichen Täters gegeben. Dieser habe jedoch bestätigt, dass er ein Messer in der Hand gehalten habe. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen gebe es keinen Hinweis darauf, dass eine Notwehrlage vorgelegen habe, betonte die Staatsanwältin.

Gewalttäter am Internet-Pranger

In sozialen Netzwerken kursieren Bilder und persönliche Daten des 26-jährigen mutmaßlichen Messerstechers. In Facebookgruppen rufen anonyme Nutzer zur Veröffentlichung und zur digitalen Verbreitung des Täternamens auf und bringen den verhafteten Mann in Verbindung zur Burschenschaftsszene. Die Vermutung machen sie an dem Einstecktuch fest, an dem sich der Streit unter anderem entfachtet haben soll. Viele Gruppenmitglieder protestieren jedoch gegen den Aufruf. Auch die Marburger Staatsanwaltschaft kritisiert die Aktion in den sozialen Netzwerken.

von Manfred Hitzeroth

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