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Biosensoren als Bausteine einer Bioindustrie

"Synmikro"-Symposium Biosensoren als Bausteine einer Bioindustrie

Eine wissenschaftliche Tagung zur Rolle von Biosensoren in der Biotechnologie der Zukunft mit mehr als 260 Teilnehmern fand am Mittwoch an der Uni Marburg statt.

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Die Tagung fand in der Alten Aula der Marburger Philipps-Universität statt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Es war das vierte Symposium des wissenschaftlichen Zentrums „Synmikro“, und wieder stand ein spannendes Thema mit Zukunftspotenzial auf der Tagesordnung. Es ging um die Rolle, die Mikroorganismen als Biosensoren innerhalb und außerhalb von Zellen ausüben können, und um die Frage, wie man ihre Fähigkeiten zielgerichtet industriell ausnutzen kann.  „Biosensoren sind Proteine, die in Form von Licht oder Hitze Reize weitergeben“, erläuterte die Marburger Mikrobiologin Professorin Annette Becker, zusammen mit Professor Victor Sourjik Veranstalterin des Symposiums.

Mikroorganismen  hätten viele unterschiedliche Systeme für das Eingreifen in Regelkreise entwickelt, erklärte Becker. Anwendung könnten diese Eigenschaften mit Hilfe des Know-how der Mikrobiologen beispielsweise in der Gesundheitsdiagnostik finden.

Detlef Terzenbach von der landeseigenen „Hessen Trade & Invest GmbH“ warb als Mitveranstalter der Tagung in einem Grußwort am Beginn des Kongresses bei den Forschern und den Nachwuchswissenschaftlern für  ein Bewusstsein dafür, auch ökonomischen Nutzen aus den aktuellen Forschungsergebnissen zu erzielen. Große Bedeutung käme der Biotech-Industrie zu. Dabei gehe es beispielsweise mittelfristig um den Ersatz von Öl und Gas durch Biotreibstoffe. Terzenbach prognostizierte, dass ganze Industriezweige in Zukunft verändert oder gar ersetzt werden könnten.

Viele angehende Forscher kamen zu dem Symposium. „Ich freue mich, dass ich so viele junge, neugierige Gesichter sehe“, sagte Professor Sourjik in seiner Begrüßung.
Doch nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Vertreter der Wirtschaft waren zu der Tagung in die Alte Aula nach Marburg gekommen.

von Manfred Hitzeroth

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