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Biografie ist eine Anleitung fürs Leben

Lebenshilfe-Gründer Tom Mutters Biografie ist eine Anleitung fürs Leben

Am Montag wäre Tom Mutters 100 Jahre alt geworden. Einen Tag vorher wurde seiner während einer Matinee im Cineplex gedacht.

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Die Protagonisten der Matinee mit Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Bundestages und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe (5. von rechts).

Quelle: Melchior Bonacker

Marburg. Der im vergangenen Jahr verstorbene Gründer der Lebenshilfe hätte sicher seine Freude an dem gehabt: Mit Cellistin Katharina Reichelt trat zu Ehren Mutters‘ ein perfektes Beispiel für die von ihm vertretene Philosophie auf. Der Jubilar stand stets für die Inklusion geistig behinderter Menschen ein. Dass Katharina Reichelt trotz des Down-Syndroms zu einer renommierten Cellistin werden konnte, zeigt, wie weit Mutters‘ Vision gereift ist.

Dies hob auch Ulla Schmidt, die Vizepräsidentin des Bundestages und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe hervor. Mutters habe dafür gekämpft, dass geistig Behinderte als gleichberechtigte Bürger gelten.

Peter Stabenow, selbst Mitglied des Bundesvorstands der Lebenshilfe, betonte, wie wichtig es gerade in der aktuellen Situation sei, den Respekt allen anderen gegenüber zu wahren.

Den Hauptteil der Veranstaltung bildete jedoch eine Lesung aus der 2016 erschienenen Mutters-Biografie aus der Feder Markus Beckers und Klaus Kächlers, aus der die Autoren selbst Auszüge vortrugen.

Auf persönlicher Ebene hoben Becker und Kächler vor allem die positive Art „Toms des Gründers“ hervor. Jeder könne etwas von Tom Mutters lernen - ­seine Biografie sei eine Anleitung für das Leben. Seinen ­Optimismus und seinen Humor betonten auch Mutters‘ langjähriger Weggefährte und Nachfolger Dr. Bernhard Conrads und der Marburger Professor für Krankenhaushygiene Reinier Mutters, der Sohn des Jubilars.

von Melchior Bonacker

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