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Bindeglied zwischen Berufsjustiz und Bürgern

Ortsgericht Marburg II Bindeglied zwischen Berufsjustiz und Bürgern

Cai Adrian Boesken, 
Direktor des Marburger Amtsgerichts, übergab in seinem Büro die Ernennungsurkunde an Hans-Jürgen Naumann aus Cappel und nahm ihm den Amtseid ab. Zum Zuständigkeitsbereich des Ortsgerichts Marburg II gehören Cappel, Bortshausen und Ronhausen.

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Amtsgerichtsdirektor Cai Adrian Boesken (links) nahm Hans-Jürgen Naumann den Amtseid ab.

Quelle: Heiko Krause

Cappel. Ortsgerichte seien eine hessische Besonderheit, die es in keinem anderen Bundesland gibt, sagte Boesken.

Insgesamt sind es flächendeckend 900, im Amtsgerichtsbezirk Marburg 17 mit jeweils einem Ortsgerichtsvorsteher und vier Schöffen, sodass es 85 Ehrenamtliche gesamt sind. Ortsgerichte arbeiteten vor Ort für die Bürger, „und manchmal geht es auch um den Papagei“, sagte der Direktor, wenn beispielsweise bei einem Todesfall keine Angehörigen ermittelt werden könnten.

Die Ortsgerichte stellten ein wichtiges Bindeglied zwischen der Berufsjustiz und den Bürgern dar. Zu ihren Aufgaben würden unter anderem Beglaubigungen von Unterschriften und Abschriften, die Erteilung von Sterbefallanzeigen, die Sicherung von Nachlässen, die Wertermittlung von bebauten und unbebauten Grundstücken sowie die Mitwirkung bei der Festsetzung von Grundstücksgrenzen gehören. Und das sei ehrenamtlicher Dienst am Bürger und an der Justiz, denn die Ortsgerichte entlasteten auch das Amtsgericht.

Er freue sich auf die Aufgabe, sagte Naumann. Wie der 62-jährige staatlich geprüfte Techniker, der im selbst gewählten Ruhestand lebt, berichtete, sei er bereits ehrenamtlich aktiv und habe sich daher gerne zur Wahl gestellt, als an ihn herangetreten wurde.

Er werde sein Amt unparteiisch und ohne Ansehen von Personen ausüben, versprach er. „Ich will mich gerne für die Menschen ehrenamtlich engagieren.“
Abschließend betonte Boesken, dass die Ortsgerichte von den Menschen sehr gut angenommen werden. „Das Land Hessen sollte daher an diesen guten Institutionen festhalten.“

von Heiko Krause

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