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Bimmelbahn: Routenvorschlag steht

Alternative Bimmelbahn: Routenvorschlag steht

Eine „genehmigungsfähige“ Alternativroute zum Marburger Landgrafenschloss für die Marburger Schlossbahn liegt auf dem Tisch.

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Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Nach dem fast dreiwöchigen Hickhack um die Betriebsgenehmigung für die „Bimmelbahn“ liegt nun wenigstens ein Vorschlag vor, der nach Auskunft von Oberbürgermeister Egon Vaupel zumindest zwei Bedingungen erfüllt: Die Steigung überschreitet an keiner Stelle die maximal zulässigen 15 Prozent, und die Wege sind ausreichend befestigt. Damit wären die wesentlichen Voraussetzungen für eine Betriebsgenehmigung erfüllt.

Die Route, die die Stadt nun ins Spiel bringt, geht vom Steinweg aus über Marktplatz und Barfüßerstraße zum Rotenberg. Anstatt nun in die Sybelstraße abzubiegen, würde die Marburger Bimmelbahn nun den Rotenberg hochfahren bis zum Friedhof, dort umkehren und von oben in die Calvinstraße einbiegen. Von dort aus geht es relativ problemlos weiter zum Schloss, dann auf dem gleichen Weg zurück zum Friedhof.

Über Höhenweg, Köhlersgrund und Ketzerbach erreicht die „Bimmelbahn“ danach wieder den Ausgangspunkt am unteren Steinweg.

„Wir haben von unserer Seite aus alles in Bewegung gesetzt“, so Oberbürgermeister Egon Vaupel, um das Marburger Landgrafenschloss für die Marburger Schlossbahn erreichbar zu machen. Jede Alternativroute zum Schloss sei abgefahren und getestet worden.

„Mit einer Zufahrt über den Rotenberg, die obere Calvinstraße und von dort aus über den Sandweg bietet sich aus unserer Sicht eine geeignete und die derzeit auch einzige Strecke an“, erklärte der OB. Probefahrten hätten ergeben, dass die Strecke tatsächlich geeignet ist. Die maximale. Steigung liegt bei unter 12 Prozent.

Anwohner regieren "unterschiedlich"

Vaupel hat die Anwohner der betroffenen Straßen über seinen Vorschlag informiert, teilte die Stadtverwaltung mit. Reaktionen der Anwohner seinen „unterschiedlich ausgefallen“, sagte der Oberbürgermeister.

Für Fragen und Anregungen von Anwohnerinnen und Anwohnern ist die Stadt unter ordnung@marburg-stadt.de erreichbar.

Für Vaupel, zugleich Leiter der Straßenverkehrsbehörde, ist wichtig, dass durch die neue Route keine genehmigten Parkplätze wegfallen.

Nun müsste der TÜV die Betriebsgenehmigung für diese Route erteilen. „Bis auf die Probefahrt mit dem TÜV ist alles erfüllt, was das Regierungspräsidium an Voraussetzungen für eine Betriebsgenehmigung genannt hat“, sagte Vaupel.

Die Marburger Unternehmerfamilie Brunett als Betreiber der „Bimmelbahn“ hatte ursprünglich die Zufahrt über Sybelstraße und Lutherstraße beantragt.

Betreiber wollen vorgesehen Route fahren

Diese Genehmigung wurde vom TÜV nicht erteilt, weil die Strecke dort auf einigen Metern steiler ist als die zulässigen 15 Prozent. Dass dieser Umstand erst am Tag der geplanten „Jungfernfahrt“ bekannt wurde, löste in Marburg viel Kritik an der Genehmigungpraxis der Behörden aus.

Lydia Brunett teilte der OP auf Anfrage gestern Abend mit, dass die Betreiber die vorgesehene Route fahren möchten. Der TÜV müsse nun eine Genehmigung ausstellen. Wann das geschehen kann, war gestern unklar.

Durch die obere Calvinstraße und den Sandweg würde die Schlossbahn in den Monaten März bis Oktober ab 11.30 Uhr und bis zu fünfmal täglich zum Schloss hin und zurück fahren, teilte die Stadt in einer Presseerklärung mit. Für die Route wären lediglich kleinere Ausbesserungen an der Straße sowie ein Heckenrückschnitt erforderlich.

von Till Conrad

Karte der neuen Route:

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Schlossbahn im Sandweg
Bevor die Schlossbahn in den Sandweg abbiegen kann, muss der Fahrer den Sperrpfosten entfernen, der anderen Fahrzeugen die Zufahrt in den Fußgängern und Radfahrern vorbehaltenen Weg verwehrt. Foto: Tobias Hirsch

Die nach langem Hin- und Her gefundene Route der Schlossbahn, die abAnfang August befahren werden soll, stößt nicht nur auf Zustimmung. Die OP hat die Strecke abgefahren und zeigt, wo es eng werden könnte.

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