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Bibliotheks-Bau startet im März

Campus Firmanei Bibliotheks-Bau startet im März

Wissenschaftler und Studenten atmen auf: Nach sieben Jahren der Planung hat das Marburger Bauamt das Vorhaben zur Errichtung der neuen Universitäts-Bibliothek auf dem Campus in der Nordstadt abgenickt. Schwesternwohnheim wird nächste Woche abgerissen.

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Quelle: Archivfoto

Marburg. „Dieses Gebäude wird eine herausragende Bedeutung sowohl für die Uni als auch für Marburg insgesamt haben“, sagt Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). Das alte Klinikviertel Nordstadt wandele sich dank des Umzugs von Dutzenden Fachbereichen in das neue studentische und wissenschaftliche Herz Marburgs. „Diese visionäre Entscheidung ist für die Stadtentwicklung phänomenal“, sagt er. Denn die UB werde das Symbol des Wandels, des Lebens und Wesenskerns Marburgs als Universitätsstadt. Als „ein Jahrhundertprojekt“ bezeichnet Professorin Katharina Krause, Uni-Präsidentin den Startschuss zum Neubau.

Der Kostenansatz für Hessens modernste Hochschul-Bibliothek steht bei 108 Millionen Euro. Ob dieses Budget eingehalten werden kann, ist jedoch unklar. „Die Ausgaben sind straff und sorgsam geplant. In diesem Millionenbereich wollen wir uns bewegen“, sagt Karlheinz Günther, Ingenieur beim Hessischen Baumanagement.Erst, wenn alle Aufträge an Firmen vergeben seien und vor allem klar sei, welche technische Ausstattung etwa in den Sälen benötigt werde, könne man eine genaue Prognose abgeben, heißt es von der Universitätsleitung. „Die Bedürfnisse, etwa in den Arbeits- oder Lagerräumen sind im Wandel. Da sind die exakten Kosten noch nicht ganz klar“, sagt Krause.

Allerdings: Der Chemie-Neubau auf den Lahnbergen hat Krause zufolge eine vergleichbare, sogar noch teurere Größenordnung als die geplante UB - und dort bleibe die Universität trotz teurer Technik in dem vorab kalkulierten Finanzrahmen. Baudezernent Franz Kahle (Grüne) warnt jedoch vor falschen Versprechungen: „Mehr als eine seriöse Kostenprognose ist im Vorfeld nicht möglich.“ Dass „marginal größere Summen hinzukommen“ sei bei Projekten in dieser Dimension nicht auszuschließen.

Seit Monaten sind die Abrissarbeiten - aufgrund von Vorabgenehmigungen der Verwaltung - bereits in Gange und schreiten fort. Die nächste Etappe im Aufbau des Campus Firmanei ist der Abriss des Schwesternwohnheims. Der Komplex wird ab 21. Oktober eingerissen.

Entscheidend für das Einhalten des Zeitplans wird das Wetter sein. Leiden die Böden zu lange unter Frost, könnte sich die Planung verschieben. Baudezernent Kahle wies darauf hin, dass auch die Stadt 2012 und 2013 ihre März-Vorhaben wochenlang ruhen lassen musste, weil die Witterung Bodenarbeiten nicht zuließ.

Punkten will die Universität indes mit der Energieeffizienz der Bibliothek. 20 Prozent der Dachfläche werden mit Solaranlagen bestückt, 30 Zentimeter Dämmung sollen die Temperatur im Inneren regeln. Bauamtsleiter Jürgen Rausch spricht beim dem Neubau von „einer Top-Qualität innen wie außen“. Das Gebäude werde „kein Fremdkörper in der Umgebung. Alleine schon die rot-bräunliche Farbgebung der Fassade integriert das Gebäude gut in die bestehende Silhouette“, sagt er. „Die UB wird jedenfalls größte Baustein für die Sym-biose des alten, historischen und des neuen, dynamischen Marburgs“, sagt Vaupel.

von Björn Wisker

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