Dr. Heiko Fensterer
Marburg. Eine Darmspiegelung sei ab dem 55. Lebensjahr alle zehn Jahre sinnvoll, erklärten die Experten den Anrufern. Sollten Polypen festgestellt und entfernt werden, verkürze sich der Rhythmus auf drei Jahre. Auch bei gehäuft vorkommenden Darmkrebsfällen in der Familie könne eine Intervallverkürzung Sinn ergeben.
Von schlechten Erfahrungen mit einer Darmspiegelung berichtete eine Anruferin aus Stadtallendorf. Trotz des verabreichten Schlafmittels habe sie Schmerzen gehabt und erkundigte sich nach Möglichkeiten, diese bei einer erneuten Untersuchung zu vermeiden. In jedem Falle sollten diese Erfahrungen vor der nächsten Untersuchung dem behandelnden Arzt mitgeteilt werden, so Dr. Heiko Fensterer. „Von Mensch zu Mensch variiert die Schmerzempfindlichkeit und damit auch die notwendige Dosis der eingesetzten Schlafmittel.“ Eventuell müsse daher bei der Anruferin das Schlafmittel höher dosiert werden, eine Behandlung unter Vollnarkose sei dagegen weder üblich noch notwendig.
Nach Möglichkeiten zur Prävention von Darmkrebs wollte sich eine 44-jährige Anruferin aus Wetter informieren. „Die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, wird in erster Linie durch die Veranlagung bestimmt“, sagte Fensterer. „Der Rest sind Bewegung und Ernährung.“ Daher seien Dinge zur Vorbeugung gut, die auch sonst zum körperlichen Wohlbefinden beitragen. Nicht zu rauchen, eine Erhöhung der Aufnahme von Ballaststoffen, Obst und Gemüse, eine Gewichtsreduktion, nicht zu viel rotes Fleisch essen und Alkohol trinken sowie ausreichende Bewegung seien Möglichkeiten zur Prävention, die sich auch durch Studien belegen ließen.
von unseren Redakteuren
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