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Schließung

Bewährungshilfe soll in Arbeitsgericht ziehen

Nach OP-Informationen soll die Bewährungshilfe des Landgerichts ab 2012 in das Gebäude des Arbeitsgerichts ziehen. Dieses wird aufgelöst.

Die Vermarktung des Gebäudes nach der Schließung des Arbeitsgerichts werde das Hessische Immobilienmanagement klären, hieß es am Mittwoch aus dem Justizministerium.

© Anna Ntemiris

Marburg. Das Thema Auflösung des Arbeitsgerichts ist mit Herzblut besetzt, stellte am Mittwoch der Präsident der Rechtsanwaltskammer Kassel, Heinrich Dilcher, in Marburg fest. Das bestätigten auch Arbeitsgerichtsdirektor Hans Gottlob Rühle und Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). Die Entscheidung des Justizministeriums, das Arbeitsgericht Marburg nach Gießen zu verlagern, habe großes Bedauern und Empörung ausgelöst, berichteten beide. Nach Informationen dieser Zeitung soll die Bewährungshilfe des Landgerichts ab 2012 in das Gebäude des Arbeitsgerichts in der Gutenbergstraße ziehen. Das Justizministerium bestätigte dies nicht.

Das Telefon klingelte bei Arbeitsgerichtsdirektor Hans Gottlob Rühle am Mittwoch ununterbrochen. Gewerkschaftsvertreter, Unternehmer und viele Rechtsanwälte riefen an, um ihr Bedauern, aber auch ihre Empörung über die Auflösung des Arbeitsgerichts deutlich zu machen, berichtete Rühle. Insbesondere bei den Anwälten sei der Unmut groß. Das Justizministerium hatte am Dienstag verkündet, dass das Marburger Arbeitsgericht mit den Gießener und Wetzlarer Arbeitsgerichten zusammengelegt werden soll. Alle drei Gerichte werden in Gießen zu einem zentralen Arbeitsgericht Mittelhessen zusammengefasst.

Befürchtungen, dass weitere Gerichte in Marburg geschlossen werden, sind zum jetzigen Zeitpunkt wohl grundlos. „Derzeit bestehen keine Überlegungen die Struktur der Landgerichte zu verändern. Eine Standortgarantie wird jedoch nicht ausgesprochen“, so Ministeriumssprecherin Dagmar Döring. „Ich gehe davon aus, dass das Landgericht in Marburg bleibt“, sagte Landgerichtspräsident Dr. Christoph Ullrich. Das Sozialgericht habe vom Ministerium die schriftliche Aussage, dass es in Marburg bleibt, sagte Sozialgerichtssprecherin Britta Bräuer.

von Anna Ntemiris

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