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Polizei warnt

Betrüger wollte 6.000 Euro für Teppich

Betrüger versuchen immer wieder mit neuen Maschen an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Immer wieder trifft es vor allem Senioren. So auch in diesem Fall, auf den die Marburger Polizei am Donnerstag aufmerksam machte.
Ein 59-jähriger Mann soll nach Angaben der Marburger Polizei versucht haben, eine 85-Jährige um 6.000 Euro zu betrügen.

Ein 59-jähriger Mann soll nach Angaben der Marburger Polizei versucht haben, eine 85-Jährige um 6.000 Euro zu betrügen.

© Ralf Luczyk/pixelio.de

Marburg. Das Ganze begann mit einem Telefonanruf auf dem Festnetz einer Marburger Seniorin. Dem Anrufer war nach Angaben der Polizei bekannt, dass die Frau vor Jahren mal in seinem Heimatland Teppich gekauft hatte. Daher habe er auch ihre Telefonnummer, schilderte der Anrufer. Dann erklärte er seine Notlage: Die bestand angeblich darin, einen Teppich verkaufen zu müssen, um die notwendigen Zollgebühren für die Einführung weiterer Teppiche bezahlen zu können.

Der Mann war am Telefon wohl so überzeugend, dass sich die 85-Jährige, die eigentlich gar kein Interesse an einem weiteren Teppich hatte, von ihm dazu überreden ließ, zu helfen. Sie noch am gleichen Tag ging zu ihrem Geldinstitut, um 6.000 Euro abzuheben.

Zu ihrem Glück traf sie dort auf eine aufmerksame Beraterin. Der fiel das außergewöhnliche Verhalten der Kundin auf. Wie die Polizei berichtet, fragte sie einfach mal, was die Kundin denn Tolles mit dem vielen Geld vorhätte. Als die Beraterin die Geschichte hörte, schöpfte sie Verdacht und informierte die Polizei. Die Beamten nahmen nach kurzer Observation den Tatverdächtigen fest. Der Mann war natürlich nicht wie am Telefon
behauptet am Frankfurter Flughafen, sondern in Marburg, in der Nähe des Wohnortes seines Opfers. Tatsächlich hatte er sogar Teppiche bei sich. Allerdings wäre jeder mit 6.000 Euro definitiv völlig überteuert
bezahlt worden, so die Polizei.

Der festgenommene, nicht in Deutschland wohnende, 59-jährige Mann schwieg zu den Tatvorwürfen. Ausreichende Haftgründe lagen nicht vor. Die Staatsanwaltschaft Marburg ordnete allerdings eine Sicherheitsleistung an, informiert die Polizei und warnt: "Lassen Sie sich nicht übers Telefon zu irgendwelchen Geschäften überreden. Wenn eine am Telefon  geschilderte Notlage mit der Bitte um Geld endet, ist immer besondere Vorsicht geboten. Die Erfahrung der Polizei zeigt, dass in solchen Fällen sehr oft ein versuchter Betrug steckt! Geben Sie niemals Bargeld an wildfremde Personen und überweisen Sie in solchen Fällen niemals Geld zum Beispiel per Western Union auf ein Konto im Ausland."


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