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Betrüger im Landkreis unterwegs

Schockanrufer Betrüger im Landkreis unterwegs

Gleich vier Fälle der sogenannten Schockanrufe registrierte die Polizei am Montag, 15. Juni, im Kreisgebiet.

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Die Polizei warnt vor Schockanrufern.

Quelle: Archivfoto

Marburg. In drei Fällen reagierten die ausgesuchten Opfer aus Sterzhausen, Wehrda und Marburg vollkommen richtig. Sie ließen sich nicht auf das Angebot ein und alarmierten sofort die Polizei. Bei einer Seniorin aus Stadtallendorf hatten die mutmaßlichen Betrüger mit der Variante des Enkeltricks leider Erfolg und brachten die ältere Dame um einen vierstelligen Geldbetrag.

 Täter täuschen Notlage vor

Die Vorgehensweise in diesen Fällen ist nicht neu und basiert immer wieder darauf, den Angerufenen mit einer vorgetäuschten, dramatischen Notlage eines Verwandten zu schockieren, um dann schnellstmöglich an das Geld des aufgewühlten Opfers zu kommen. In der Regel sind Menschen mit osteuropäischen Wurzeln Ziel dieser Vorgehensweise. So auch bei der Frau aus Stadtallendorf. Am Montag hob eine in der Gießener Straße wohnende 67-jährige Seniorin den Telefonhörer ab und sah sich nun mit einem angeblichen Anwalt konfrontiert.

Senioren sollen mit Bargeld helfen

Der berichtete von einem Unfall, hohen Kosten für eine OP und einen möglichen Gefängnisaufenthalt, der nur durch sofortiges Bereitstellen von Bargeld verhindert werden könne. Die Seniorin ließ sich in dem Glauben, die Schwiegertochter und Enkelin würden sich in einer Notlage befinden, auf die Forderung des ausschließlich russisch sprechenden Mannes ein. Etwa um 15.45 Uhr erschien wie verabredet ein russisch sprechender Mann vor dem Wohnhaus der Seniorin und nahm das Geld in Empfang.

Der Verdächtige ist zirka 30 Jahre alt, schlank und hellhäutig. Er hat kurze, dunkelblonde Haare und trug eine kurze, blaue Hose sowie ein kurzärmeliges, grau-blaues Hemd. Die Kripo fragt: Wem sind ab Montagmittag rund um die Gießener Straße verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen? Hinweise an das Fachkommissariat 23 der Kripo Marburg, Telefon 06421- 4060

 Tipps und Hinweise von der Polizei
Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer, ohne ihren Namen zu nennen, als Verwandte, Bekannte oder Freunde ausgeben. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, zu raten, wer Sie anruft. Gehen Sie nicht auf Forderungen ein, prägen Sie sich jedoch Stimme und sprachliche Besonderheiten des Anrufers ein Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Notieren Sie die angezeigte Telefonnummer des Anrufers, wenn sie in Ihrem Telefon angezeigt wird. Wenn Sie zu einem Rückruf aufgefordert werden: Rufen Sie nicht zurück, vergleichen Sie die angezeigte Telefonnummer mit denen Ihrer Verwandten. Schockanrufer rufen ihre Opfer oftmals aus Litauen an. Diese Vorwahl beginnt mit 00370. Sprechen Sie auch mit Freunden und Bekannten über diese Betrugsmasche und geben Sie die Verhaltenshinweise weiter. Glauben Sie nicht alles, was man Ihnen am Telefon erzählt und halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen immer sofort persönliche Rücksprache. Benutzen Sie dazu nur die ihnen bekannten Rufnummern. Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110.
Weitere Informationen zur  Prävention in Sachen Betrug aber auch zu vielen anderen Themengebieten stehen im Internet unter www.polizei-beratung .de und unter  www.polizei.hessen.de (Kriminalität/Prävention).
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