Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Betreuungsquote bei 41,4 Prozent

Rechtsanspruch Betreuungsquote bei 41,4 Prozent

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass der Betreuungsbedarf für Kleinkinder unter drei Jahren in der Stadt Marburg nicht gedeckt werden kann.

Voriger Artikel
Messerstiche angeblich aus Notwehr
Nächster Artikel
Stadt und Kreis erfüllen Anspruch auf Betreuung

Erzieherinnen in einer Kinderkrippe kümmern sich um ihre Schützlinge. Ab heute gibt es den gesetzlichen Anspruch auf Betreuung von Kindern unter drei Jahren.

Quelle: Patrick Seeger

Marburg. Rechnerisch erfüllt die Stadt Marburg die Verabredungen, die Bund, Länder und Kommunen im „Krippengipfel“ 2007 getroffen haben: Damals ging man davon aus, dass der Rechtsanspruch an Betreuung bei einem Betreuungsgrad von 35 Prozent gedeckt ist. Der aber endet nicht bei einer bestimmten Quote, was dazu führt, dass Kommunen im ländlichen Raum möglicherweise schon bei einer Quote von 20 Prozent den Rechtsanspruch abdecken, in Ballungszentren der Bedarf aber prozentual deutlich höher ist.

Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) teilte gestern mit, dass die Stadt ab heute 704 Betreuungsplätze zur Verfügung stellt: 348 Plätze in Krippen der Stadt oder in freier Trägerschaft, 55 Plätze in alterserweiterten Gruppen und 301 Plätze in der Kindertagespflege. „Beeindruckend“ nennt Vaupel diese Zahlen; sie entsprechen einem Versorgungsgrad von 41,4 Prozent.

Weitere 27 Plätze bis Jahresende

Bis zum Ende des Jahres stünden zudem weitere Betreuungsplätze für U3-Kinder zur Verfügung: 7 bei der Kindertagesstätte Weißer Stein, und jeweils 10 bei der IKJG in Ockershausen und bei der KiTa Gerhard Hauptmann-Straße.

2014 würden auf dem Vitos Gelände (50 Plätze), vom Studentenwerk (10) und beim AKSB (10) weitere 70 Plätze geschaffen. Der Versorgungsgrad läge dann bei 47 Prozent.

Vaupel ist „sehr zuversichtlich“, dass dies reicht, um kein Kind, das betreut werden soll, zurückweisen zu müssen, zumal in den 301 Plätzen in der Kindertagespflege noch 34 Plätze frei sind. Endgültigen Aufschluss darüber gibt es aber erst nach Beginn des Kindergartenjahres. Der Oberbürgermeister verweist darauf, dass die Stadt weder Gruppen aufgestockt habe, noch ungeeignete Räume zur Betreuung anbiete. „Die gleichen Qualitätsansprüche, die wir an die Betreuung der 3- bis 6-Jährigen stellen, haben wir auch bei der Betreuung von U3-Kindern“, sagt Vaupel.

Für den städtischen Haushalt bedeute dies aufgrund der notwendigen hohen Investitionen und der Personalkosten eine erhebliche Belastung.

Weiter Informationen zum Betreuungsgeld und das Antragsformular.

von Till Conrad

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Betreuungsgeld und Kita-Plätze
Archivfoto

Von Donnerstag an haben Eltern in Deutschland einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind, sobald es das erste Lebensjahr vollendet hat.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr