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Besucher lieben Gassen und Treppen

Marburg-Tourismus Besucher lieben Gassen und Treppen

Die Stadt Marburg ist wegen ihrer Universität in der ganzen Welt bekannt. Aber auch das spezielle Fachwerk-Flair gefällt vielen Touristen.

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Wer in Marburg wohnt vergisst das oft: Die Stadt ist für Deutschlandtouristen ein echtes Highlight.

Quelle: Grafik: Nikola Ohlen

Marburg. Zwölf Uhr mittags am Marburger Marktplatz: Wenn der Gockel zwölfmal mit den Flügeln schlägt und dazu der Trompeter an der Rathausuhr „trötet“, werden beide besonders bei schönem Wetter oft von Reisegruppen mit Kameras verfolgt. Sommerzeit ist Urlaubszeit - auch in Marburg. In den Monaten Juli und August lässt der Städtetourismus zwar traditionell etwas nach und es kommen etwas weniger Touristen nach Marburg, wie Anette Schnell von der Marburg Tourismus und Marketing- Gesellschaft (MTM) berichtet.

Doch auch jetzt im Hochsommer kommen sehr viele Besucher aus anderen Ländern nach Marburg. Klassische Herkunftsländer der Marburg-Touristen sind die USA, Japan, die Niederlande und England. „Letztens hatten wir sogar eine Reisegruppe aus Chile hier“, berichtet Schnell.

Was fasziniert die ausländischen Touristen an Marburg? Einen ersten Eindruck davon bekommt man, wenn man fremdsprachige Wikipedia-Hinweise zum Stichwort „Marburg“ anschaut“:

Die Tourismus-Sektion der umfangreichen französischen „Marbourg“-Darstellung ist ausführlich und macht Lust auf einen Marburg-Besuch. Sie beginnt mit folgenden Worten: „Wenn Venedig bekannt ist für seine Hunderte von Brücken, dann kennt man Marburg für seine Gassen und Treppen“.

Einer der Favoriten: Das Landgrafenschloss

Die beiden wichtigsten Tourismus-Attraktionen der Stadt - das Landgrafenschloss und die Elisabethkirche - werden ebenso gewürdigt wie die Museen der Stadt. Eine spezielle längere Erwähnung findet der Spiegelslustturm. Eine umfangreiche Liste weist zudem auf zahlreiche Kultur-Events in der Stadt hin.

Englischsprachige Touristen werden in einem speziellen „Marburg“-Artikel über die Verlinkung mit „Wikivoyage“ über die touristischen Besonderheiten der Stadt aufgeklärt. „Die Altstadt (Oberstadt) ist ein Labyrinth aus engen Kopfsteinpflaster-Straßen, die gesäumt werden von sehr gut erhaltenen Beispielen der hessischen Architektur des 17. und 18. Jahrhunderts“, heißt es dort. „Dies ist das Deutschland, dass Sie nach der Lektüre Ihrer Reiseführer erwarten, und hier können Sie es frei von einer Menge von Touristen genießen“. Das stimmt zurzeit, wo es doch in der Fußgängerzone auch wegen der Semesterferien etwas ruhiger ist.

Den Touristen aus den USA oder England wird Marburg auch noch wegen einer anderen Tatsache angepriesen: Es sei kein Problem, in Marburg auf Englisch Menschen anzusprechen, heißt es - und weiter: „Selbst Kinder sprechen schon ein bisschen Englisch“. Insgesamt seien die Marburger sehr freundlich, und wenn man sie freundlich frage, dann könne man von ihnen auch Geheimtipps erhalten, die nicht so ohne weiteres in einem Reiseführer nachzulesen seien.

Einen dieser Geheimtipps gibt es auch noch auf Englisch in dem „Wikivoyage“-Artikel: Angepriesen wird vor allem den Kunst- und Kulturliebhabern das „Kulturzentrum Waggonhalle“ als „spezieller Platz, um ein Glas Wein zu genießen“.

"Die schönste Stadt Deutschlands"

Aber speziell für amerikanische Touristen gibt es noch eine ganze Reihe von Fanseiten, in denen von Marburgs Vorzügen geschwärmt wird. So heißt es auf der von „Trekki“ auf Englisch eingerichteten Seite schon im Titel „My Marburg - the most lovely town in Germany“ (Mein Marburg, die schönste Stadt Deutschlands).

Liebevoll mit Foto-Schnappschüssen illustriert berichtet die ehemalige Marburger Studentin darin von „ihrem Marburg“. „Die Altstadt hat einen wundervollen mittelalterlichen Charme, und es ist ein Vergnügen, endlos durch die Stadt zu wandern, hoch und runter und runter und wieder hoch, dabei die wunderschönen Fachwerkhäuser betrachtend“. schreibt sie. Zudem gilt Marburg auch besonders unter ausländischen Studenten wegen der Mischung der „modernen und progressiven“ Uni- Atmosphäre und des altertümlichen Fachwerk-Flairs als spannende Stadt.

Doch ein touristischer „Hotspot“ Marburgs, das Landgrafenschloss hoch über den Straßen der Stadt, bekommt von den Touristen von außerhalb nicht immer so gute Noten.

So schreibt ein Nutzer auf der Reisetipp-Seite „tripadvisory“ über die Schloss-Erfahrungen seiner Familie im August vor einem Jahr: „Wir haben den Weg hoch zum Schloss und auch den Ausblick von oben genossen, aber das Schloss selber war auch verglichen mit anderen Schlössern und Burgen in Deutschland nicht sehr beeindruckend“.

von Manfred Hitzeroth

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