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Besuch von AfD-Höcke abgesagt

Kein Vortrag bei den Rheinfranken Besuch von AfD-Höcke abgesagt

Der AfD-Politiker Björn Höcke hat seinen Flüchtlings- und Asylpolitik-
Vortrag bei der umstrittenen Studentenverbindung Rheinfranken in Marburg abgesagt. Entsprechende OP-Informationen sind von der Stadtverwaltung der Universitätsstadt am Freitag bestätigt worden.

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AfD-Politiker Björn Höcke, AfD-Fraktionsvorsitzender im Landtag Thüringen, bei seinem umstrittenen Auftritt in der ARD-Talksendung "Günther Jauch". Sein Vortrag am 13. November bei der Studentenverbindung Rheinfranken wurde nun abgesagt.

Quelle: dpa

Marburg. Die Gründe für die Absage des 43-Jährigen sind noch nicht geklärt. Die Pressesprecherin des AfD-Landesverbandes Thüringen, Birgit Noll, gab auf OP-Anfrage an, dass der Politiker derzeit erkrankt sei.

„Es ist möglich, dass dies der Grund ist, warum er nicht nach Marburg kommt“, sagte Noll. Nach OP-Informationen ist es jedoch auch nicht ausgeschlossen, dass der Staatsschutz dem Sport- und Geschichtslehrer von einem Auftritt abriet.

Die Rheinfranken wussten am Freitag offenbar noch nichts von seiner Absage. „Mir ist nichts darüber bekannt“, sagte ein Sprecher der schlagenden Studentenverbindung auf OP-Anfrage. Höcke sollte am 13. November bei der Studentenverbindung in der Lutherstraße über „die herrschende Flüchtlings- und Asylkrise informieren“ und dabei „besonders die Position der Alternative für Deutschland beleuchten“.

Bündnis berät über Kundgebung

Freude herrscht bei dem Bündnis, das eine Demonstration gegen Höckes Auftritt am 13. November angekündigt hatte. „Die Absage ist eine schöne Sache. Diese Stadt hat wieder mal gezeigt, dass sie breit aufsteht, sobald der rechte Rand näherkommt – der Protest, dieses Zeichen hat etwas bewirkt“, sagt Ulf Immelt, Gewerkschafter und Mit-Organisator.

Bis Freitag hatten sich alleine im sozialen Netzwerk mehr als 800 Teilnehmer angekündigt. „Da eine entsprechende Mobilisierung stattgefunden hat, ist es sehr gut möglich, dass wir trotz der Vortrags-Absage zumindest eine Kundgebung machen“, sagt Immelt. Am Dienstagabend trifft sich das Bündnis, um über eine etwaig veränderte Form der Demo zu beraten.

Einen Besuch in Mittelhessen plant Höcke trotzdem: Am Freitag, 4. Dezember soll er auf 
einer Veranstaltung seiner Partei in Gießen eine Rede halten. Der Kreisverband Wetterau der „Alternative für Deutschland“ kündigt in einem Newsletter für diesen Tag eine „Großveranstaltung“ an.

von Björn Wisker
 und Ruth Korte

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