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Bessere Betreuung für junge Mütter

Gertrudisheim Bessere Betreuung für junge Mütter

Alle Beteiligten sprachen bei der Einweihungsfeier des renovierten Mutter-Kind-Bereiches von deutlich verbesserten Lebensumständen für die jungen Mütter und ihrer Kinder.

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Weihten den neuen Mutter-Kind-Bereich ein: Elmar Gurk (von links), Aufsichtsratsvorsitzender des Caritasverbands für die Diözese Fulda, Maria Gockel-Brohl, Bereichsleiterin Mutter-Kind-Bereich, Katja Meißner, Heimleiterin, Stefanie Lambrecht, Jugendamt Marburg, Ansgar Erb, Vorstandsmitglied des Caritasverbands für die Diözese Fulda.Foto: Alexander Graf

Marburg. „Der neue Bau ermöglicht uns, die Mütter viel besser und individueller zu betreuen“, lobte Heimleiterin Katja Meißner den neu renovierten und erweiterten Mutter-Kind-Bereich. Dafür musste viel Geld in die Hand genommen werden, doch das habe sich gelohnt. „Man muss sich vorstellen, bisher lebten Mutter und Kind auf zehn Quadratmetern, Bad und WC mussten sie sich jeweils mit anderen teilen. Jetzt gibt es Apartments für die jungen Mütter mit Extra-Kinderzimmer, eigenem Bad und eigener Kochzeile. Das ist ein großer Fortschritt.“

Kindern eine Zukunft geben

Die Leiterin ist sich sicher, dass sich der hohe Aufwand gelohnt habe. Bereits jetzt zeige sich, wie positiv sich das neue Umfeld auf die Bewohnerinnen auswirke.

Hilfestellung könnte nun besser angenommen werden und die Zahl der Konflikte sei jetzt deutlich geringer. „Es ist natürlich klar, dass es ab und zu mal Ärger gibt, wenn sich zwölf Personen eine Waschmaschine und eine Küche teilen müssen. Nun hat jede Mutter eine eigene Waschmaschine und eine eigene Kochzeile zusätzlich zur Gemeinschaftsküche.“

Petra Winkelmann, Fachreferentin der Bundeszentrale Sozialbund katholischer Frauen, hielt einen kurzen Fachvortrag über das Thema: „Kindern eine Zukunft geben“. Sie ging besonders darauf ein, wie wichtig ein stabiles Umfeld für die Babys sei. „Der Mutter-Kind-Bereich bietet Wohnraum, Beratung, Unterstützung und Entlastung für die jungen Mütter.

Damit bietet das Getrudisheim mit seinen Angeboten gute Zukunftschancen für die Kinder wie auch für die Mütter“, fasste die Expertin zusammen. Der Umbau des Heims habe bereits 2012 begonnen und Ende 2013 konnten die ersten Mütter mit ihren Kindern in ihre neuen Apartments einziehen. Das alles sei eine Riesenleistung aller Beteiligten gewesen, stellte Heimleiterin Meißner in ihrem Grußwort heraus. Neben dem baubedingten Umzug in provisorische Unterkünfte mussten die Mitarbeiter den laufenden Betrieb des restlichen Heims aufrechterhalten.

Kosten: 1,6 Millionen Euro

Der größte Teil der Ausgaben, nämlich 1,6 Millionen Euro, kam laut Vorstandsmitglied Ansgar Erb direkt von seinem Caritasverband für die Diözese Fulda. Als weitere Geldgeber nennt Erb das Bistum Fulda mit 600000 Euro, sowie die Stiftung Deutsches Hilfswerk mit 300000 Euro.

Ein besonderes Lob gab es dafür von Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne): „Ich freue mich, dass in Fulda keine Minute gezögert wurde, als es um die Finanzierung der Modernisierung der Marburger Einrichtung ging.“

Und auch Heimleiterin Meißner betonte nochmal, dass man es dem Verband hoch anrechnen müsse, dass er nicht nur den Mutter-Kind-Bereich erneuert, sondern auch alle weiteren Modernisierungsarbeiten am Heim finanziert hat.

von Alexander Graf

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