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Besitz von Ecstasy – „ein teurer Spaß“

Aus dem Amtsgericht Besitz von Ecstasy – „ein teurer Spaß“

Weil er mit Drogen erwischt wurde, musste sich ein ehemaliger ­Marburger vor Gericht verantworten. Der geständige Mann kam mit einer Geldstrafe davon.

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Ein arbeitsloser Ex-Marburger gesteht vor dem Amtsgericht und kommt deshalb mit einer Geldstrafe von 900 Euro davon.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Wegen unerlaubtem Besitzes von Betäubungsmitteln wurde der mittlerweile in Köln lebende Angeklagte zu 30 Tagessätzen à 30 Euro verurteilt. Mitte Dezember vergangenen Jahres wurde der 36-Jährige mit Drogen in der Tasche aufgegriffen. In seiner damaligen Wohnung in Marburg fand die Polizei rund zehn Gramm Marihuana sowie eine Ecstasy-Pille.

Weniger das Cannabisprodukt als vielmehr das Amphetamin brachten ihn vor das Marburger Amtsgericht. Während der kurzen, lockeren Verhandlung herrschte ob der Vorwürfe ­Einigkeit auf allen Seiten. „Die Pille war mein Handicap“, war sich der geständige Beschuldigte im Klaren.

Er gab die Anklage in vollem Umfang zu, „da gibt es gar nichts zu leugnen“. Sowohl das Marihuana wie das Ecstasy seien ihm auf verschiedenen Partys von Bekannten geschenkt worden, gezielt gekauft habe er die Drogen nicht. „Nur ab und an mal“ rauche er einen Joint, werde nach dieser Erfahrung in Zukunft keinen Stoff mehr bei sich aufbewahren – „das ist mir eine Lehre gewesen“, versprach der Mann.

Sein umfassendes Geständnis und dass er bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten ist brachten ihm Pluspunkte vor Gericht.

Der Angeklagte habe zudem glaubhaft erläutert, dass die geringe Menge Marihuana lediglich zum Eigengebrauch gedacht war, befürwortete Oberstaatsanwalt Holger Willanz­heimer eine milde Geldstrafe für den Arbeitslosen.

„Viel zu sagen gibt es nicht“, stimmte gleichfalls Strafrichter Dominik Best zu und verurteilte den Beschuldigten zu insgesamt 900 Euro auf Raten. „Ein teurer Spaß“, kommentierte der scheinbar geläuterte Mann und versprach, sich bestimmt nicht noch einmal auf der Anklagebank blicken zu lassen.

von Ina Tannert

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