Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Tipps von der Naturschutzbehörde

Beschwerden über Waschbären nehmen zu

Immer mehr Waschbären wagen sich auch in Marburg in die Stadt. Für den Umgang mit den Tieren gibt es jetzt Tipps von der Unteren Naturschutzbehörde.
Zwei Waschbären im Tierpark Sababurg. Immer mehr Waschbären bewegen sich auch in freier Wildbahn.

Zwei Waschbären im Tierpark Sababurg. Immer mehr Waschbären bewegen sich auch in freier Wildbahn.

© Uwe Zucchi

Marburg. Waschbären sind intelligente, neugierige Tiere, die dem Menschen gegenüber oft wenig Scheu zeigen. „So kommt es immer wieder zu unerwarteten Kontakten, die von Menschen nicht selten als unangenehm empfunden werden“, heißt es jetzt in einer Pressemitteilung der Stadt Marburg.

Auch in Marburg haben in den letzten Jahren die Beschwerden über Waschbären deutlich zugenommen. Die Tiere kommen in die Wohngebiete, durchwühlen Mülltonnen oder gelbe Säcke, klettern an Dachrinnen hoch und dringen in Dachböden ein. Wenn es ihnen gefällt, bleiben sie unter Umständen für längere Zeit und ziehen dort sogar ihren Nachwuchs groß. Da dies mit Lärm und Verschmutzung verbunden ist, wenden sich die Betroffenen dann mit der Bitte um Hilfe an die Polizei, das Ordnungsamt oder die Untere Naturschutzbehörde.

„Diese Stellen können in der Regel aber nur beratend tätig sein, da Waschbären dem Jagdrecht unterliegen und damit Jagdpächter verantwortlich sind“, heißt es in der städtischen Mitteilung. Die Jagdpächter seien berechtigt, die Tiere zu fangen. Schießen dürften sie jedoch in bewohnten Gebieten nicht. Welcher Jagdpächter für welchen Bereich zuständig ist, das beantwortet gerne die Untere Jagdbehörde des Landkreises Marburg-Biedenkopf unter den Telefonnummern 06421 405-1586 oder -1545. Generell gilt allerdings eine Schonzeit für Waschbären vom 1. März bis zum 31. Juli, in der die Tiere weder getötet noch gefangen werden dürfen. Wichtig sei es, dafür zu sorgen, dass die Waschbären gar nicht erst ins Haus gelangen können.

Damit Waschbären nicht ins Haus gelangen, gibt es folgende Hinweise:

  • Verschließen Sie alle Öffnungen am Haus, durch die die Tiere ins Haus gelangen können. Bedenken Sie dabei, dass Waschbären alles eingehend untersuchen. Lockere Dachziegel sind für sie kein Problem, sondern eine Herausforderung.
  • Katzenklappen signalisieren „Herzlich willkommen!“ Es gibt den Tieren aber auch waschbärensichere Katzenklappen.
  • Waschbären sind hervorragende Kletterer. Sie nutzen jeden Vorsprung am Haus, der ihnen beim Aufstieg zum Dach oder zum Balkon hilft. Sorgen Sie also dafür, dass sie möglichst keine Kletterhilfen wie Rankgittern finden.
  • Waschbären nutzen gern die Fallrohre von Dachrinnen, um nach oben zu gelangen. Dabei nehmen sie den rauen Putz der Hauswand zu Hilfe, wenn die Rohre selbst wenig Halt bieten. Bei diesem Problem haben sich Metalltrichter bewährt, die sich derart um das Fallrohr herum anbringen lassen, dass die große Öffnung nach unten zeigt. Die Tiere haben dadurch keine Möglichkeit, sich am Putz festzukrallen.
  • Waschbären springen nicht gern, sie hangeln lieber. Deshalb kann es schon helfen, überhängende Äste benachbarter Bäume etwas einzukürzen, um ihnen den Zugang von oben zu verwehren.

Damit Waschbären gar nicht erst angelockt werden, sollten diese Regeln beachtet werden:

  • Kein Futter für Katzen oder Igel vor die Tür stellen, denn auch Waschbären fühlen sich dadurch eingeladen.
  • Keine Essensreste auf dem Kompost entsorgen. Sie ziehen Waschbären an.
  • Mülltonnen und Komposttonnen mit starken Spanngummis oder Verriegelungen sichern und etwa einen halben Meter von Mauern oder Zäunen, die als Einstiegshilfen dienen können, aufstellen.
  • Den „Gelben Sack“ erst am Tag der Abholung vor die Tür stellen. Den Inhalt so weit reinigen, dass zum Beispiel Waschbären und Ratten nichts Fressbares finden können. Statt des gelben Sackes kann bei der Stadt auch eine gelbe Tonne beantragt werden.

Bei weiteren Fragen helfen die Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde. Sie sind zu erreichen unter der Telefonnummer 06421/201-1708 oder per E-Mail an naturschutz@marburg-stadt.de.

[Manfred Hitzeroth]

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

150 Jahre OP




Geburtstagsgewinnspiel




Jubiläumsangebot




Sport-Tabellen




Spielerkader




Wanderserie 2016




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die Transfers im Landkreis




Die OP-Serien

Radieschen haben 94 Prozent Wassergehalt und strotzen vor Vitalstoffen, unter anderem Vitamine A, B1, B2 und C sowie den Mineralstoffen Eisen, Calcium und Kalium. Foto: Inga Kjer/dpa Saisongarten

Vitamine satt bis in den frühen Winter

Die Beete in den Gärten sind weitgehend abgeerntet. Nun wird es Zeit, für den Herbst und Winter vorzusorgen. Den freien Platz kann man zur Neueinsaat nutzen. mehrKostenpflichtiger Inhalt



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik




  • Sie befinden sich hier: Tipps von der Naturschutzbehörde – Beschwerden über Waschbären nehmen zu – op-marburg.de