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Bernhard Drude erhält Ehrennadel

Verabschiedung Bernhard Drude erhält Ehrennadel

Nach 21 Jahren im Staatlichen Schulamt, davon 13 Jahre als stellvertretender Amtsleiter und zwei Jahre als Schulamtsleiter geht Bernhard Drude in den verdienten Ruhestand.

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Dr. Kerstin Weinbach (links) und Egon Vaupel (rechts) verliehen die Goldene Ehrennadel der Stadt Marburg an Bernhard Drude (Mitte).

Quelle: Sarah Stolle

Marburg. Rund 100 geladene Gäste waren in die Carl-Strehl-Schule nach Marburg gekommen, um den Leiter des Staatlichen Schulamts des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Bernhard Drude, in den Ruhestand zu verabschieden. Nach einem Ingenieursstudium in Darmstadt absolvierte Drude sein Referendariat an der Adolf-Reichwein-Schule. Anschließend übte er dort zahlreiche Ämter aus, darunter beispielsweise das Amt des Studienrates, des Oberstudienrates und Abteilungsleiters im Bereich Holz und Bau.

Auf 15 Jahre an der Adolf-Reichwein-Schule folgten 21 Jahre im Staatlichen Schulamt. Dort übernahm Drude 2002 das Amt des stellvertretenden, und vor zwei Jahren auch das Amt des leitenden Schulamtsleiters. „Sie sind den Menschen immer mit viel Offenheit begegnet und haben alle Institutionen - beispielsweise als es um die Zukunft der beruflichen Schulen im Landkreis ging - an einen Tisch zusammengebracht, um gemeinsam die beste Lösung zu erarbeiten. Das war sehr beeindruckend“, lobte Landrätin Kirsten Fründt den künftigen Pensionär.

Von einer „verlässlichen Größe“ sprach auch Dr. Kerstin Weinbach, Stadträtin für Bildung und Kultur, in ihrem Grußwort. Drude habe bei seinem Wirken stets sowohl die Interessen der heimischen Wirtschaft als auch die der Stadt und nicht zuletzt die der Schülerinnen und Schüler im Blick gehabt. Für sein außerordentliches Engagement im Schulwesen der Universitätsstadt und in der örtlichen Schulpolitik verlieh Oberbürgermeister Egon Vaupel Drude zum Dank die Goldene Ehrennadel der Stadt Marburg. „Ein Dankeschön spürt man oftmals durch schöne, warme Worte. Damit Sie unseren Dank auch künftig spüren, erhalten Sie heute diese Ehrennadel der Stadt“, sagte Vaupel.

Dr. Ursula Knell, Schulleiterin der Käthe-Kollwitz-Schule, erinnerte sich: „Ich habe oftmals gesagt ,Geh nach Wiesbaden und sag denen, was wir brauchen‘. Das hat er dann auch wirklich getan“, was für ein Schmunzeln unter den Gästen sorgte. „Er hat immer offen und interessiert zugehört und für das richtige Verständnis gesorgt“, so Knell weiter. Von „einem offenen Ohr und dem notwendigen Fingerspitzengefühl bei Problemen“ sprach auch Claus Duncker, Vorsitzender der blista: „Ich freue mich besonders, dass die Verabschiedung heute in unserer Schule stattfindet.“

Drude war in Marburg und dem Landkreis beliebt

Dass sich Drude nicht nur großer Beliebtheit in Stadt und Landkreis, sondern auch darüber hinaus erfreuen darf, ließ sich an den Worten der weiteren Gäste erkennen. Von einem „Organisationstalent, das das Wir-Gefühl gelebt hat“, sprach Dr. Manuel Lösel, Staatssekretär beim Hessischen Kultusministerium. Von einem „lachenden und einem weinenden Auge zum Abschied“ war die Rede bei Reinhold Stahler, Leitender Schulamtsdirektor der Beruflichen Schulen der Stadt Frankfurt. „Nie war er laut, aber er hat sich immer wieder Gehör verschafft“, sagte Anita Hofmann, Amtsleiterin des Staatlichen Schulamtes der Kreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner.

Zum Abschied hatten sich die Mitarbeiter des Schulamtes eine Überraschung überlegt. Mit einer Abschlussprüfung in Form eines Bilderrätsels aus Drudes Amtszeit, dem umgedichteten Lied „Er war noch niemals in Stockholm“, das Drudes Urlaubsziel im Ruhestand darstellt, und einem Gedicht verabschiedeten sie den beliebten Amtsleiter gebührend in den Ruhestand. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Musikstücken der Schüler der Carl-Strehl-Schule und Studierenden der blista. Für kulinarische Köstlichkeiten sorgten Studierende der Unterstufe der Hotelfachschule an der Käthe-Kollwitz-Schule.

Sichtlich ergriffen zeigte sich auch Bernhard Drude: „Ich bin überwältigt. Der heutige Tag ist geprägt von Freude und Wehmut. Ich kann nur festhalten, dass ich in all den Jahren immer gerne zur Arbeit gegangen und froh darüber bin, dass ich zu Problemlösungen beitragen konnte.“ Sein besonderer Dank galt allen Anwesenden für die sehr gute Zusammenarbeit.

von Sarah Stolle

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