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Bensheim profitiert von „alten Hasen“

Trachtenfest Bensheim profitiert von „alten Hasen“

Während die Hessen dem diesjährigen Hessentag in Kassel entgegenfiebern, steht beim Bund kultureller Jugend (BkJ) schon der nächste Hessentag im Fokus der Vorbereitungen.

Marburg. Der BkJ hat sich einer großen logistischen Herausforderung gestellt. Er ist verantwortlich für die Durchführung des 4. Deutschen Kinder- und Jugendtrachtenfestes vom 7. bis 9. Juni in Bensheim. In dieses Fest integriert ist das 39. Landeskindertrachtentreffen (LKTT), auch „Hessentag der kleinen Leute“ genannt.

Das LKTT wird immer in der Stadt ausgerichtet, in der im Folgejahr der Hessentag stattfindet. Unter dem Motto „Tradition verbindet“ werden aus vielen Bundesländern und dem europäischen Ausland (Ungarn, Polen, Tschechien, Lettland, Österreich) 2000 Teilnehmer erwartet. „Neben dem obligatorischen Spielefest gilt es bei dieser Veranstaltung auch, Heimat, Tanz und Tradition zu erhalten, zu stärken und zu fördern. Im gemeinsamen Austausch auf nationaler und internationaler Ebene sollen Kinder und Jugendliche für Brauchtum und Volkskunst begeistert werden“, so heißt es auf der Einladung des BkJ-Vorsitzenden Steffen Wertz.

Die größte Gruppe der 610 hessischen Teilnehmer wird auch in diesem Jahr wieder von den Trachtenvereinen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf gestellt.

Viele heimische Tänzer dabei

Es sind dies: Trachten- und Heimatverein Lixfeld (16), Trachten- und Volkstanzgruppe Großseelheim (24), Trachtengruppe Rauischenberg (23), Trachtengruppe Wollmar (23), Volkstanz- und Trachtengruppe Gladenbach (22), Folkloregruppe Betziesdorf (15), Volkstanzgruppe Langenstein (25), Volkstanz- und Trachtenkreis Sterzhausen (18), Tanz- und Trachtengruppe Ginseldorf (10).

Da die Stadt Bensheim, mit 40000 Einwohnern größte Stadt im Landkreis Bergstraße, im Süden Hessens gelegen, auch gleichzeitig ihr traditionelles Bürgerfest feiert, in dem die örtlichen Vereine eingebunden sind, haben die Verantwortlichen gerne auf den organisatorischen Erfahrungsschatz des BkJ zurückgegriffen. „Gar nicht so einfach, aus der Ferne alles unter einen Hut zu bringen“ betont Schriftführerin Rita Reinhardt. Bei ihr und Elvira Stark laufen alle Fäden zusammen.

Da sind die städtischen Gremien, das Schulamt, DRK, Feuerwehr und viele weitere beteiligte Institutionen die eingebunden werden müssen. „Wir brauchen Schulen, Turnhallen und städtische Hallen für Tanzveranstaltungen und die Unterbringung der Gäste.

Mehr als 2000 Teilnehmer

Wer wo und wann auftritt, muss ebenso festgelegt werden wie welche Helfer zur Verfügung stehen und wo sie eingesetzt werden können. Hinzu kommt noch, dass 2000 Teilnehmer und noch mal 120 Helfer der Hessischen Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege und des BkJ verpflegt werden müssen“, berichtet Elvira Stark. Sie fügt an: „Sind die Pläne fertig und alles scheint in trockenen Tüchern, kommt die Absage einer Gruppe oder eine Gruppe hat ihre Teilnehmerzahl verdoppelt oder einem Schulleiter fällt kurzfristig ein, dass die mit ausländischen Gruppen belegte Turnhalle am Montag für die Bundesjugendspiele zur Verfügung stehen muss. Und das Spiel beginnt von neuem.“

Die Organisation der Tanzveranstaltungen und aller Auftritte der teilnehmenden Gruppen liegt in den Händen von Tanzleiter Klaus Müller aus Gladenbach. Auch der Rest ist Teamarbeit. Rainer Sauer aus Hassenhausen kümmert sich um die Belange der ausländischen Gastgruppen. Evelyn Leukel aus Großseelheim ist an der Gesamtorganisation beteiligt und hat die Betreuung der Ehrengäste übernommen. Anja Nobel und Volker Heimel aus Kirchhain sind für die Verpflegung zuständig. Helmut Kobermann aus Betziesdorf kümmert sich um das Spielefest und die Unterbringung der Teilnehmer. Thomas Rothe aus Cölbe sorgt für den finanziellen Ablauf. Gesamtverantwortlich sind Rita Reinhardt (Wermertshausen) und Elvira Stark (Schönbach).

von Bernhard Hermann

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