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Beim Klettern zählt als Erstes der Spaß

KidsCup Beim Klettern zählt als Erstes der Spaß

Hoch her und hoch hinaus ging es am Samstag für 55 Kinder aus ganz Hessen beim Kletterwettbewerb „KidsCup“ in der Marburger Kletterhalle.

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Riesenspaß hatten Sarah-Marie, Ana und Madita beim Bouldern.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Trittsicherheit und Fingerfertigkeit bewiesen alle Wettbewerbsteilnehmer, die den ganzen Tag in luftiger Höhe verbrachten und die eigenen sportlichen Fähigkeiten unter Beweis stellten. Der Spaß stand dabei im Vordergrund.

Insgesamt 55 Kinder aus ganz Hessen stellten sich der sportlichen Herausforderung und nahmen hoch motiviert die verschiedenen Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in Angriff. Bei der Disziplin Toprope-Klettern galt es, eine möglichst große Höhe zu erreichen, betreut von den Trainern und Juroren, die am Boden und per Seil für Sicherheit sorgten. Die meisten der jungen Kletterer zwischen 8 und 13 Jahren schafften es bis ganz nach oben an der rund 14 Meter hohen Wand.

Beim Speedklettern stand die Geschwindigkeit im Mittel­punkt, so schnell wie möglich hangelten sich die Teilnehmer die Wand hinauf. Je schneller die Kinder die farblich gekennzeichneten Griffe und Tritte bewältigten, desto mehr Punkte sammelten sie für das Endergebnis.

„Es ist toll, in Bewegung zu sein, und anstrengend, beim Speed war ich besonders gut“, freute sich Benedikt, der für den Bezirk Marburg beim KidsCup antrat. Der Neunjährige klettert bereits seit fünf Jahren, wie bei den meisten Kletterfans hatte er schon als Kleinkind den Drang auf irgendetwas hochzuklettern, etwa am Türrahmen, erzählt er.

Zehn Kinder aus Marburg nahmen teil

Beim Bouldern, dem Klettern ohne Seil und Gurt in Bodennähe, ging es besonders wild zu, kreuz und quer kletterten und hangelten die Kinder, mal zur Seite, mal kopfüber und gut gelaunt durch die obere Etage der Halle. „Das ist super, macht total Spaß“, erzählte Sarah-Marie, die gemeinsam mit Familie und Freundinnen aus Darmstadt zum Wettbewerb angereist war.

Veranstaltet wurde der KidsCup von der Jugendorganisation des Deutschen Alpenvereins (DAV), Landesverband Hessen. Im Vorfeld hatten speziell geschulte Routenbauer die Strecken nach den Regeln des Wettkampfes geplant, Griffe und Tritte an die unterschiedlich geformten Kletterwände geschraubt. Bei allem Wettkampffeeling ging es den Veranstaltern vor allem um den Spaß der jungen Kletterfans, die gemeinsame Bewegung im Breitensport. „Das erste Ziel ist der Spaß, der Wettbewerb ist schon eine Herausforderung, aber kein reines Leistungsklettern“, sagte Jugendreferent Nils Hahmann.

Aus Marburg nahmen an diesem Tag rund zehn Kinder teil, auch wenn kein heimischer Teilnehmer es aufs Siegertreppchen schaffte, haben alle Kletterer die Möglichkeit, ihre sportlichen Fähigkeiten an einem anderen der vier Austragungsorte unter Beweis zu stellen. Die sechs besten Teilnehmer aus den drei Altersgruppen qualifizierten sich für das große Finale beim westdeutschen KidsCup im November in Frankenthal.

Seit der Eröffnung der Volksbank-Kletterhalle in Marburg erfreut sich der DAV großen Zuwachses aus dem Bezirk, seitdem wuchsen die Mitgliederzahlen um rund 1000 an, lobte Pressereferent Udo Becker. „Nicht nur die körperliche Fitness und der Spaß an der gemeinsamen Bewegung, auch die gegenseitige Verantwortung füreinander ist eine Herausforderung und wird immer beliebter“, findet Becker.

Nach seiner Einschätzung wird der Sport in Zukunft weiter an Bedeutung zunehmen, erst recht nach der Anerkennung des Klettersports als olympische Disziplin.

von Ina Tannert

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