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Begeisterte Reaktionen auf OP-Eigenständigkeit

Neujahrsempfang Begeisterte Reaktionen auf OP-Eigenständigkeit

Lob und Respekt für die Investition von OP-Verleger Dr. Wolfram Hitzeroth: Der Rückkauf der Anteile vom Madsack-Konzern war eines der zentralen Gesprächsthemen während des Neujahrsempfangs.

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Verleger Dr. Wolfram Hitzeroth (Mitte), hier mit Sparkassen-Vorstandsvorsitzendem Andreas Bartsch (links) und Chefredakteur Christoph Linne, erhielt viel Anerkennung für die mutige Entscheidung zum Anteils-Rückkauf.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Gerade in einer globalen, immer mehr zusammenwachsenden Welt kommt der Heimat, dem regionalen Bezug der Menschen und Unternehmen eine große Bedeutung zu. Die Volksbank Mittelhessen begrüßt es sehr, wenn mit dem mutigen unternehmerischen Schritt der OP - und der Familie Hitzeroth - gerade als heimische Zeitung, ein unverzichtbares Stück Heimat ganz zurückkehrt.“ So wie Dr. Peter Hanker, Vorstandssprecher des Kreditinstitutes, beurteilten viele der mehr als 1000 Gäste auf dem Neujahrsempfang den Schritt zurück in die Eigenständigkeit der OP.

Auch Andreas Bartsch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Marburg-Biedenkopf empfindet die Entscheidung als einen „mutigen, aber am Ende auch guten Schritt. Denn alles, was unsere Region stärkt, ist gut“, sagte er. „Wirtschaftlich macht dieser Schritt total Sinn. Alle Interessierten und Betroffenen - die Zeitungsleser - sind hier. Kurz: In Marburg, im Landkreis spielt sich das Geschäft ab“, erkennt Tim Thielicke, Geschäftsführer des Vereins Spectrum in Ockershausen, trotz wirtschaftlichen Risikos auch ökonomische Vorteile des Rückkaufs.

1000 Menschen kamen zum Neujahrsempfang der Stadt Marburg. Oberbürgermeister Egon Vaupel hielt seine letzte Neujahrsansprache und plädierte für mehr Toleranz (Fotos: Nadine Weigel).

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„Starkes Bekenntnis zur Verwurzelung vor Ort“

Aus der Politik kommen ebenfalls begeisterte Reaktionen. „Ich habe mich unfassbar gefreut“, meint beispielsweise Bundestagsabgeordneter Sören Bartol (SPD). Nachdem „der Umbruch im Verlag anscheinend gelungen ist“, gehe von der Nachricht nun „ein starkes Signal für unsere ganze Demokratie“ aus, denn „nur durch starke Lokalredaktionen können wir die wichtige Presse- und Meinungsfreiheit erhalten und auch der Politikverdrossenheit vorbeugen“.

Aus Sicht seines Bundestagskollegen Dr. Stefan Heck (CDU) ist es „gerade in diesen unruhigen Zeiten in der Medienlandschaft auch ein starkes Bekenntnis zu unserer heimischen Region und der Verwurzelung vor Ort“. Kirsten Fründt (SPD) glaubt, „dass es im Sinne der Berichterstattung hier aus der Region so das Sinnvollste ist. Ich bin gespannt, wie es weitergeht“, so die Landrätin.

Waehrend einer Mitarbeiterversammlung teilte Dr. Wolfram Hitzeroth den Rueckkauf der Mehrheitsanteile der HITZEROTH Druck + Medien GmbH & Co KG mit. Marburg, 16.01.2015.

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„Endlich ist es wieder unsere OP“

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) hält es generell für gut, „wenn die regionalen Unternehmen hier eigenständig sind. Diese Entwicklung wird damit fundamentiert und kann uns allen nur gut tun“. Der CDU-Kandidat für seine Nachfolge, Dirk Bamberger, freut sich vor allem darüber, dass - trotz jederzeit gewährleisteter Eigenständigkeit der Redaktion - „die OP auch gefühlt wieder unabhängig ist. Man könnte fast sagen: Endlich ist es wieder unsere OP.“

„Für die Region da zu sein, für die Menschen vor Ort zu arbeiten und das Ganze völlig eigenständig - das ist toll“, beschreibt Rainer Kühne, Chef der Stadtwerke, warum die Nachricht eine solche Tragweite für den Landkreis hat.

Frank Steibli, Pressesprecher beim UGKM, beurteilt den „verblüffenden Schritt“ hingegen mehr aus Sicht des Presse-Fachmannes. „Es ist ein außergewöhnliches Zeichen in der Medienlandschaft, denn sonst hat man immer das Gefühl, es verdichtet sich alles nur auf ein paar Konzerne“, so Steibli. „Im Vergleich mit anderen Zeitungen hat man bei der OP ohnehin den Eindruck, dass in ihrem Auftritt mehr Selbstbewusstsein dahintersteckt“. Der mutige Schritt Dr. Hitzeroths, so hofft er, „ist vielleicht der Anfang eines neuen Trends“.

von Peter Gassner, Björn Wisker und Anna Ntemiris

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