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Befürchtetes Chaos bleibt aus

Lokführerstreik Befürchtetes Chaos bleibt aus

Bundesweit standen Züge still, Reisende starteten verspätet ins Wochenende: Erneut sind die Zugführer von ihren Loks gestiegen.

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Mit einem Transparent streikten am Freitag Lokführer auf dem Stuttgarter Bahnhof. Die GDL will mit der Aktion einheitliche Tarifstandards für die rund 26.000 Lokführer in der gesamten deutschen Bahnbranche durchsetzen.

Quelle: Bernd Weißbrod

Frankfurt. Zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen mussten Bahnreisende eine unfreiwillige Pause einlegen:

Warnstreiks der Lokführer haben am Freitag bundesweit den Schienenverkehr lahmgelegt. Über drei Stunden hinweg waren am Vormittag der Regional-, Nah-, und Fernverkehr vor allem in Ballungsräumen in Mitleidenschaft gezogen. Das befürchtete Chaos blieb jedoch aus. Insgesamt seien etwa drei von vier Zügen betroffen gewesen, teilte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mit. Im Fernverkehr wurde laut Deutscher Bahn (DB) etwa ein Drittel der Züge bestreikt. Ab der kommenden Woche könnten die Arbeitsniederlegungen noch massiver werden.

Die Deutsche Bahn sprach von Hunderttausenden Fahrgästen, die von Ausfällen oder Verspätungen betroffen waren – darunter auch etliche Karnevalsjecken. Mit Behinderungen war noch bis in den späten Abend zu rechnen, da die Fahrpläne aus dem Takt geraten seien. Das Unternehmen bot mehrere Hundert Mitarbeiter zusätzlich auf, um die Kunden über die Auswirkungen des Warnstreiks zu informieren und Kaffee oder Tee auszuschenken.

Die Gewerkschaft GDL will einheitliche Tarifbedingungen für rund 26.000 Lokführer in der deutschen Bahnbranche auf dem Niveau der Deutschen Bahn. Betroffen von den Warnstreiks waren sowohl die DB als auch deren Konkurrenten, die ihre Lokführer zu schlechteren Konditionen beschäftigen. Die Verhandlungen sind festgefahren, sechs Anbieter wollen auch gar nicht mehr gemeinsam mit der GDL sprechen.

dpa

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