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Beamter bearbeitete eigene Akte

Veruntreuungsfall in Marburg Beamter bearbeitete eigene Akte

Der städtische Mitarbeiter, der seit mehr als zehn Jahren rund 1,5 Millionen Euro aus der Stadtkasse Marburgs veruntreut haben soll, hat auch seine eigene Akten bearbeitet. Nachdem er bei sich Geld für Arztrechnungen beantragte, gewährte er sich diese Beihilfe.

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Mit „Veruntreuung - veruntreuen“ beschäftigen sich derzeit Juristen, Verwaltungsmitarbeiter, empörte Bürger und nun auch die Kommunalpolitiker.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Diese Praxis verstieß gegen die Allgemeine Geschäftsanweisung der Stadt Marburg, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) auf Anfrage dieser Zeitung.

Auch die Hessische Gemeindeordnung verweist auf einen Widerstreit der Interessen. Nun bleibt die Fragen offen, warum der Beamte über Jahre hinweg seine eigenen Akten bearbeiten konnte. Das werde jetzt ermittelt, so Vaupel.

Die Personen, die die Zahlungsanordnungen gegengezeichnet hätten, hätten den Namen des Beihilfebeziehers allerdings nicht gesehen, erklärte Vaupel weiter. Die Marburger Opposition fordert Vaupel nun auf, die Stadtverordnetenversammlung über den Fall zu informieren.

In einem gemeinsamen Antrag fragen CDU, FDP und MBL auch, welche Konsequenzen Vaupel ziehen wird. Vaupel sagte der OP dazu: „Ich stelle mich am 27. März allen Bürgern zur Wahl“.
Er dränge nach schnellstmöglicher Aufklärung.

 von Anna Ntemiris

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Veruntreuungsfall in Marburg

In der Stadtverordnetensitzung am Freitagabend stimmten alle Fraktionen für den Antrag von CDU, FDP und MBL, wonach der Magistrat offene Fragen bezüglich des Veruntreuungsfalls beantworten soll.

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