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Baulücken sorgen für Wohnungs-Boom

Mietpreise Baulücken sorgen für Wohnungs-Boom

Wohnungsbau-Offensive in Marburg: Bis Ende 2016 werden 180 Apartments neu gebaut oder saniert - ein großer Teil davon in der Innenstadt. Die Standorte sind überraschend.

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Eines der Neubau- und Sanierungs-Gebiete: Friendsplatz und Poitiersstraße.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Verdichtung im Zentrum: Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (Gewobau) will auf Baulücken am Erlenring, am Erlengraben, in der Kant- sowie Poitiersstraße weitere Häuser errichten. Richtwert: 37 Apartments. Im Hauptbahnhof plant das kommu-nale Unternehmen 22 zusätzliche Studentenzimmer, auch das nahe Hostel wird von 30 auf 40 Betten erweitert. Grund: „Die Belegungszahlen sind noch weitaus besser als erhofft“, sagt Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD).

Auch angrenzend an die Innenstadt werden 2015 und 2016 neue Gebäude entstehen: In der Graf-von-Stauffenberg-Straße sind zwölf, in der Magdeburger Straße 30 Wohnungen geplant. Am Försterweg im Waldtal droht den rund 60 Jahre alten Gebäuden, Hausnummer 8 bis 14, indes der Abriss - jedoch mit folgendem Neubau. 30 Apartments zwischen 45 und 84 Quadratmetern soll es dort geben. „Angesichts der hohen Nachfrage an beliebten Standorten und des Angebotsmangels war die Aufgabe, Platz für 100 neue Wohnungen zu finden - das ist sogar übertreffbar“, sagt Vaupel.

Dass jedoch alle als Sozialwohnungen angeboten werden, ist nicht garantiert. „Die Baupreise und damit die Mieten sind noch in der Kalkulationsphase. Wir gehen aber von einem Mix aus, sodass für breite Bevölkerungsschichten etwas dabei ist“, sagt Oliver Hanneder, Prokurist der Gewobau. Möglichst viele sollen günstig zu haben sein.

„Wir bauen Sozialwohnungen eben nicht nur in Randlagen, sondern zentral, in einem verträglichen Maß an Verdichtung“, sagt Vaupel.

Mit der Fertigstellung eines ebenfalls neu geplanten Schwestern- und Studentenwohnheims in der Geschwister-Scholl-Straße wird die Hälfte der Bewohner (circa 40) des Ex-EAM-Gebäudes in der Uferstraße umziehen, wodurch laut Hanneder „wiederum zentral gelegene Apartments für andere Suchende frei werden“.

Knackpunkt: Noch sind nicht alle Bürgerbeteiligungen, etwa Mieterbefragungen, abgeschlossen. Speziell im Waldtal sei das „unerlässlich, weil wir den Mietern nichts überstülpen wollen und ihnen natürlich Zwischennutzungen im Bestand anbieten müssen“, sagt Vaupel.

Energetische Sanierungen kündigt Hanneder bis Ende 2016 für 47 Wohnungen am Friedensplatz, 16 in der Sudetenstraße und 12 in der Straße In der Gemoll an. Die Dietrich-Bonhoeffer-Straße 16/18 wird zudem zu einem Familienzentrum umgebaut.

35,2 Millionen Euro werden die Projekte kosten.

von Björn Wisker

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