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Bauerbach verbietet Hochzeits-Feiern

Randale nach Feiern Bauerbach verbietet Hochzeits-Feiern

Heikle Parties im Bürgerhaus: Viele Bauerbacher sind genervt von Wildparkern und Rowdies, die den Ortskern verschandeln. Im Zentrum der Kritik: Hochzeitsgesellschaften.

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Zu laute und überfüllte Hochzeitsgesellschaften machen den Bauerbachern zu schaffen. Künftig will der Ortsbeirat keine Feier-Genehmigung im Bürgerhaus mehr erteilen.

Quelle: Silke Heyer

Bauerbach. Die Straßen, auch Noteingänge, seien zugeparkt. Es gebe schließlich auch nur 23 Parkplätze rund um das Haus - zu wenig für Hunderte Gäste, die bei großen Feiern, vor allem Hochzeiten in den Ort strömen. Umliegende Gärten würden verwüstet, als Toiletten missbraucht. „Es betrübt uns sehr, hier eine so deutliche Tendenz zu erkennen, aber leider hat 2013 gezeigt, dass diese Dinge praktisch ausschließlich im Rahmen von türkischen Hochzeiten passieren“, sagte Ortsvorsteher Lothar Böttner.

In anderen Ortschaften der Größe Bauerbachs würden Bürger- und Gemeindehäuser bei entsprechenden Anfragen „schon lange gar nicht mehr zur Verfügung gestellt“. Er habe bislang „immer zugunsten der Menschen entschieden, denn wir sind stolz eine Gemeinde zu sein, die Toleranz sehr hoch schätzt.“ Doch mittlerweile „fühlen wir uns schlichtweg überfordert.“

Hilfe von der Stadt gefordert

Bei der Stadt gingen bereits mehrere Hilfsgesuche ein, damit Vorgaben, die bei Großveranstaltungen gelten, auch beachtet werden. Passiert sei jedoch nicht viel, lediglich strengere Regeln in Bezug auf Besucherzahl und Lärmpegel wurden beschlossen, ohne aber die Einhaltung zu gewährleisten.

Was sich in letzter Zeit im Rahmen der Hochzeiten abspielte, beschrieben einige Anwohner aus ihrer persönlichen Erfahrung: „Sobald wir während der Feiern auf die extreme Lärmbelästigung oder den Vandalismus hingewiesen haben, wurden wir beschimpft oder sogar direkt mit Gewalt bedroht“, sagt Carsten Nebel.

Auch die Polizei konnte in der Vergangenheit nicht helfen, „die kamen wenn dann mit zwei Beamten, haben sich das angesehen und mussten dann aber letztlich Kehrt machen“, sagt Kai Häuser.

Die Entscheidung fiel den Beiratsmitgliedern schwer, am Ende entschieden sie sich dafür, Hochzeitsanfragen in Zukunft nicht mehr anzunehmen, „zumindest so lange nicht, bis wir von der Stadt in dieser Sache Hilfe erhalten“, wie der Ortsbeirat erläuterte.

von Björn Wisker und Marcus Hergenhan

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