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Bau des Sprachatlas nimmt vorletzte Hürde

Bebauungsplan Bau des Sprachatlas nimmt vorletzte Hürde

Das Stadtparlament wird nach Lage der Dinge an diesem Freitag den ­Bebauungsplan für den Sprachatlas am Campus Firmanei verabschieden.

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So könnte er einmal aussehen, der Sprachatlas auf dem Campus Firmanei am Pilgrimstein.Skizze: Stadt Marburg

Marburg. Die städtischen Ausschüsse empfehlen dem Parlament die Zustimmung zu dem Planungswerk. Sollten die Stadtverordneten am Freitag zustimmen, besteht Baurecht für das größte und wohl auch folgenreichste Bauprojekt im Innenstadtbereich. Anregungen aus der Offen­lage der Planungen und Hinweise von Trägern öffentlicher Belange wurden eingearbeitet, heißt es in der Begründung für die Vorlage.

Wichtigste Änderung: Das Baufeld rückt um 2,5 Meter von der Grenze zum Pilgrimstein ab (und nicht 4 Meter). Der ­Bebauungsplan lässt so die ­Möglichkeit offen, auf dem beplanten Areal auch Institutsgebäude für die Juristen unterzubringen. Ob und inwieweit die Philipps-Universität von dieser Option Gebrauch macht, ist noch offen. Sie hat sehr viel damit zu tun, ob die modifizierten Pläne für das Allianz- und das Savignyhaus so umgesetzt werden, wie zuletzt vorgestellt (die OP berichtete). Das würde zusätzlichen Platzbedarf für die Juristen auf dem Gelände des Campus Firmanei nach sich ziehen. Von einer „klassischen Angebotsplanung“ sprach daher Bürgermeister und Baudezernent Dr. Franz Kahle im Umweltausschuss. Der Bebauungsplan enthalte lediglich die wichtigsten städtebaulichen Festsetzungen und damit die Vorgaben für die spätere Konkretisierung der Planung. In seiner schriftlichen Begründung für den Bebauungsplanentwurf stellt der Baudezernent einen Realisierungswettbewerb, ausgelobt durch die Universität und unter Beteiligung der Stadt, in Aussicht, sollte ein Institutsgebäude noch nachträglich geplant werden.

Universität: Es bliebe Platz für eine Tiefgarage

Bauten in der Innenstadt werfen immer auch die Frage nach Parkraum auf, auch dazu trifft der Bebauungsplan Aussagen:

Das Parkhaus Pilgrimstein soll bei der Bebauung des Campus Firmanei von Süden anfahrbar sein, dazu muss der Pilgrimstein im Bereich der Parkhaus-Zufahrt umgebaut werden.

Mit der Inbetriebnahme des Sprachatlas-Gebäudes sollen die von der Universität nachzuweisenden Parkplätze im Bereich der Wilhelm-Röpke-Straße bereit stehen. Der Magistrat und die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung begründen diese Regelung mit der hohen Zahl von Fußgängern, Radfahrern und ÖPNV-Nutzern.

Ob gewollt oder ungewollt - in ihrer Stellungnahme zum Bebauungsplan sorgt die Philipps-Universität für neuen Zündstoff. Sie hat durch Experten zum einen berechnen lassen, dass bei der jetzt vorgesehenen Bebauung bis 2,5 Meter vor der Grundstücksgrenze ausreichend Raum für ein Institutsgebäude für die Juristen bliebe - und zum anderen, dass bei dieser Variante im Untergeschoss Raum bliebe für eine Tiefgarage. Der CDU-Verkehrsexperte Joachim Brunnet kündigte an, diese Planung angesichts der wegfallenden Parkplätze auf dem Brauereigelände im Parlament noch einmal einzufordern.

von Till Conrad

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