Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Bau des Solarparks rückt näher

Strom für mehr als 800 Haushalte Bau des Solarparks rückt näher

Der Bau eines Solarparks in Gisselberg rückt näher. Für das vorgesehene Areal zwischen Stadtautobahn und Bahngleisen soll nach dem Willen des Magistrats der Bebauungsplan geändert werden

Voriger Artikel
Der Neue will den Chef abkassieren
Nächster Artikel
Gefahr im Verzug oder „Riesenaufriss“?

Auf dieser Ackerfläche in Gisselberg ist ein rund sechs Hektar großer Solarpark geplant. Nach der Fertigstellung sollen laut Berechnungen mehr als 800 Haushalte mit Strom versorgt werden können.

Quelle: Tobias Hirsch

Gisselberg. Die Fläche, die hinter dem Ex-EAM-Gebäude (der heutigen Zentralen Flüchtlingshilfe) liegt, umfasst rund sechs Hektar. Die bayerische Firma „Volllast“ hat den Bau von Solarmodulen beantragt. Nach Angaben des Unternehmens sollen 10.680 Solarmodule errichtet werden. Mehr als 800 Haushalte könnten über die Energiemenge, die der Park laut Berechnungen erzeugen soll, mit Strom versorgt werden.

Damit das Projekt umgesetzt werden kann, ist eine Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes nötig. Der Magistrat legt nun dem Stadtparlament eine Beschlussfassung vor, die den Bau rechtlich ermöglicht.

Doch ob der Solarpark tatsächlich kommt, wird auch von der Meinung der Gisselberger abhängen. Am Montag wird es eine öffentliche Bürgerinformationsveranstaltung zu dem Thema geben (19 Uhr im Bürgerhaus), auf welcher Unternehmensvertreter und Magistrat die konkreten Pläne vorstellen werden. Auch die nächste Ortsbeiratssitzung am Mittwoch (20.30 Uhr im Bürgerhaus) wird sich schwerpunktmäßig dem Solarpark widmen.

Marburger Beitrag zur Energiewende

„Im Stadtteil ist das bisher recht wertneutral aufgenommen worden. Aber natürlich muss man auch sehen, dass es sich um ein Naherholungsgebiet handelt“, sagt Ortsvorsteher Gernot Günther auf 
OP-Anfrage. Die Stadtwerke wollen den Park, sobald dieser fertig ist, übernehmen. Der bisherige Zeitplan sieht eine Inbetriebnahme nicht vor 2017 vor.

Derzeit betreibt das kommunale Unternehmen Photovoltaikparks in Wehrda und im Nordkreis – beide sind jedoch deutlich kleiner als der in Gisselberg geplante. Nach dem Aus für die Windkraftanlagen am „Lichter Küppel“ im vergangenen Jahr und der unklaren Zukunft für die Technik nahe Michelbach, soll der Gisselberger Solarpark einen Marburger Beitrag zur Energiewende leisten.

Das Unternehmen „Volllast“ hat in den vergangenen Jahren mehrere Solarparks in Deutschland (beispielsweise in Lauingen, einem der größten Photovoltaik-Areale in Bayern) sowie Italien gebaut. Darunter waren auch einige, die entlang von Bahngleisen liegen. Laut Referenzen auf der firmeneigenen Internetseite wäre das Objekt in Gisselberg eines der größeren der vergangenen Jahre.

von Björn Wisker

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr