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Barrierefrei und blindenfreundlich

Hauptbahnhof Barrierefrei und blindenfreundlich

Endlich fertig! Vertreter der Stadt und der Deutschen Bahn feierten am Montag offiziell den Abschluss der Modernisierungsarbeiten an Bahnhof und Bahnhofsvorplatz.

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Die Umbauarbeiten an Bahnhof und Bahnhofsvorplatz sind offiziell abgeschlossen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Noch sind die Warte­häuschen für die Busse am Bahnhofsvorplatz nicht ange­bracht, ansonsten ist aber alles fertig: Mehr als 30 Millionen Euro hat die Sanierung des Hauptbahnhofs und die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes gekostet. Die Arbeiten hatten im Jahr 2010 begonnen.

„Wir haben zu Ende gebracht, was 1998 mit der ersten Planung begonnen hat“, verwies Bürgermeister Dr. Franz Kahle am Montag auf die lange Dauer der Planungs- und Umbauarbeiten. Aber die hätten sich gelohnt. Kahle sprach von einem „Juwel“ für das gesamte Nordviertel und erwähnte in diesem Zusammenhang die weiteren Umgestaltungen in Bahnhofstraße und Neuer Kasseler Straße. „Das Nordviertel wird eines der Highlights der Stadt werden“, glaubt Stadtmarketing-Koordi­nator Jan-Bernd Röllmann.

15 000 Menschen frequentie­ren täglich den Bahnhofsbe­reich, 19 000 Fahrzeuge umfahren den Bahnhofsvorplatz über Mauerstraße und Ernst-Giller-Straße: Diese Zahlen verdeutlichen die zentrale Bedeutung von Bahnhof und Vorplatz als „Visitenkarte“ der Stadt.

Seit dem Beginn der Arbeiten im Jahr 2010 gaben Stadt Marburg, Deutsche Bahn, die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobau und der RMV auch dank der Fördergelder von Bund und Land mehr als 30 Millionen Euro für den Umbau aus. Alle Züge sind nun vom Bahnhofsvorplatz barrierefrei zu erreichen. Der verkehrsberuhigte Bahnhofsvorplatz mit den Haltestellen für die Buslinien soll im Januar eröffnet werden.

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Dass das Stationsgebäude behindertengerecht und barrierefrei ausgebaut ist, ist von daher schon fast eine Selbstverständlichkeit. Bahnhofsmanager Werner Meuschke wies besonders auf die Hilfestellungen für Blinde und Sehbehinderte hin: Ein taktiles Blindenleitsystem von den Gleisen bis zum Ausgang gehört dazu wie ein Modell des Bahnhofs im Eingangsbereich.

Vor dem Haupteingang ermöglicht eine so genannte „Schwarzampel“ den sicheren Übergang zur Mittelinsel des Bahnhofsvorplatzes, von dem aus künftig die ­Stadtbusse aus verkehren werden. Auf Knopfdruck schaltet die Anlage für die wenigen Autofahrer, die den verkehrsberuhigten Bereich überhaupt befahren dürfen, auf rot – Fußgänger erhalten ein ausschließlich akustisches Signal. „Eine Marburger Spezialität“ nennt Thomas Engelbach, Leiter des Fachdienstes Tiefbau, diese Lösung, die speziell für verkehrsberuhigte Bereiche mit hoher Frequenz seh- und körperbehinderter Fußgänger gedacht ist.

Stadt und Bahn wollen gemeinsam mit den Bürgern die Umgestaltung feiern: Im Frühjahr mit einem „Bahnhofsfest“, das aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Alten Zollamts in der Ernst-Giller-Straße begangen werden soll.

von Till Conrad

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